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Grasende Rinder und Anbau von Feldfrüchten

Auch die Landwirtschaft ist bei der Landesgartenschau 2023 Höxter mit im Boot. Drei Hektar groß ist die „bespielte“ Fläche im Weserbogen – „zehn Mal so groß wie unser Ausstellungsareal seinerzeit in Bad Lippspringe“, erinnert sich Kreisgeschäftsführer Matthias Peters. Der bäuerliche Beitrag ist nicht nur größer als bei der Landesgartenschau 2017 im Nachbarkreis Paderborn, er wird sich auch noch in einem weiteren Punkt stark unterscheiden: Erstmals tut sich die Landwirtschaft mit der Jägerschaft und den Naturschutzverbänden zusammen. Seitens der Landwirtschaft sind neben dem landwirtschaftlichen Kreisverband auch Organisationen wie Landfrauen, Landwirtschaftskammer, Betriebshilfsdienst, Wasserkooperation, Verband für landwirtschaftliche Fachbildung und der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit vertreten.

Dass sich alle „grünen Berufe“ zu einem gemeinsamen Auftritt zusammenfinden, sei schon etwas Einmaliges und Besonderes: „Eine spannende Kombination“, findet Antonius Tillmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands im Kreis Höxter. „Wir werden die Zielkonflikte und Reibungspunkte aufzeigen und benennen, aber auch Gemeinsames darstellen“, so der Bonenburger weiter. Genau  daran arbeite derzeit eine 20-köpfige Projektgruppe.

Ideen für die Gestaltung des Außengeländes hätten unter anderem Landschaftsarchitektur-Studenten der Technischen Hochschule OWL in Höxter in einem Wettbewerb entwickelt. „Wir werden Grünland mit Nutztieren wie Rindern, Mutterkühen und Schafen zeigen“, erläutert Matthias Peters. Dadurch solle der Wert der Weidehaltung für die Pflege der Kulturlandschaft und den Naturschutz verdeutlicht werden. Darüber hinaus würden die Feldfrüchte der Region auf Demonstrationsflächen angebaut.

Es wird ein wetterfestes Gebäude geben – „wahrscheinlich eine Holzhalle ähnlich wie in Bad Lippspringe“. Darin können sich die Akteure nach ausgewählten Themenfeldern präsentieren. Hier wird es unter anderem Angebote des „bunten Klassenzimmers“ für Schulklassen geben. Angedacht ist, die neuen Kulturland-Boxen des Bildungshauses Modexen für die Dauer der LGS nach Höxter zu bringen. 

 „Und die Landfrauen werden hier Selbstgemachtes und Produkte der Direktvermarkter zum Verköstigen anbieten“, sagt der Geschäftsführer. Aktionen beispielsweise zu Erdbeeren, Spargel, Kartoffeln oder Erntedank sind vorgesehen, aber auch zum Thema Fleisch oder Milch. „Das wird sich aber auf die Wochenenden konzentrieren, weil die Ehrenamtlichen da in hohem Maße gefragt sind“, schränkt Tillmann ein.

Ihm ist es ein Anliegen, das breite Nahrungsmittelangebot der Region herauszustreichen. „Wir haben alles hier vor Ort, was wir brauchen. Wir können mit lokalen und regionalen Zutaten kochen. Wie das geht, das interessiert die Leute sehr“, ist sich der Bauernchef im Kreis sicher. 

Tillmann freut sich über die „hervorragende“ Lage gleich hinter einem der Haupteingänge. „Wir haben einen guten Standort erwischt, aber die Weite des Ausstellungsgeländes ist schon eine Herausforderung.“ 30.000 Quadratmeter müssten schließlich ein halbes Jahr lang auch gepflegt werden.

Auf dem Gelände der „grünen Berufe“ wird sich übrigens auch der Studiengang Precision Farming der Hochschule Höxter präsentieren. „Es geht um Automatisierungssysteme und IT-Unterstützung in der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft“, verrät Antonius Tillmann. 

Schon mehr als 16.000 verkaufte Dauerkarten für die LGS

Die ersten Dauerkarten für die Landesgartenschau 2023 in Höxter gingen weg wie warme Semmeln: Der erste Vorverkauf hat die Erwartungen der LGS-Verantwortlichen in  Höxter bei Weitem übertroffen. Über 16.000 Dauerkarten wurden binnen zweieinhalb Monaten verkauft. „Die Nachfrage war gigantisch. Wir hatten aufgrund von Erfahrungswerten bei anderen Gartenschauen mit wesentlich geringeren Zahlen gerechnet“, sagt Geschäftsführerin Claudia Koch

Claudia Koch wertet den „super erfolgreichen“ Verkaufsstart als deutliches Zeichen der Zustimmung: „Viele Höxteraner, die Bewohner der umliegenden Städte, ja die gesamte Region freut sich offensichtlich sehr auf das Großereignis in 2023.“  Jedenfalls wollten sich viele schon frühzeitig eine Dauerkarte sichern. „Die teils langen Warteschlangen vor den Vorverkaufsstellen und die hohe Auslastung unserer Telefonhotline sprechen für sich“, fühlt sich die LGS-Chefin bestätigt.

Sie bedankt sich ausdrücklich bei den engagierten Mitarbeitern im Stadthaus und der Tourist Info. Über zehn Wochen lang hätten sie den Kartenvorverkauf gestemmt und den riesigen Andrang und zahllose Anfragen bewältigt. In der Gesamtzahl von 16.000 enthalten sind etwa 2.000 Tickets für Kinder und Jugendliche sowie 1350 Erwachsenen-Tickets mit Ermäßigung.

Besonders stolz sind die LGS-Verantwortlichen darauf, dass die Gartenschau schon jetzt Strahlkraft über Höxter hinaus entwickelt. Etwa  5.000 Menschen außerhalb von Höxter haben sich schon ein Ticket zum halben Preis gesichert, obwohl bis zur Eröffnung noch mehr als ein Jahr vergeht. Sogar der Sprung über die Landesgrenze wurde geschafft: „Ein bedeutender Teil der Käufer kam aus Niedersachsen, aber auch die Kreise Lippe und Paderborn waren gut vertreten“, berichtet Marketing-Chefin Madita Alberding. 

Im Ranking der Nachbarstädte liegen Beverungen, Holzminden, Brakel, Marienmünster, Boffzen, Steinheim, Borgentreich und Bad Driburg vorn. „Es gab aber auch Bestellung aus großer Ferne, zum Beispiel aus Hamburg, Münster, Hannover, Gießen oder Lüdenscheid“, sagt Alberding.  Wer weiter weg wohnt, kaufte vornehmlich online: Der Anteil der Internet-Verkäufe liegt insgesamt bei 43 Prozent. An den stationären Verkaufsstellen in der Tourist-Info und im Stadthaus gingen 8.500 Dauerkarten über den Tresen.

Weitere Vorverkaufsphasen mit interessanten Rabatten seien im Verlauf des Jahres 2022 geplant. „Wer also bis jetzt noch nicht zugeschlagen und sich eine Dauerkarte besorgt hat, bekommt in den nächsten Monaten erneut die Chance, sich ein preisgünstiges Ticket für die gesamte Laufzeit der LGS zu besorgen“, verspricht Claudia Koch. Je näher die Eröffnung im April 2023 rückt, desto höher werde der Preis sein.

Für sechs Monate LGS mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm lohne sich ein Dauerticket aber auf jeden Fall.   „Ein mehrfacher Besuch der LGS ist schon allein deswegen ein Muss für Gartenfans, um den Park in den verschiedenen Jahreszeiten zu erleben“, betont Landschaftsarchitektin Magdalene Winkelhorst, zuständig für alles Grüne und Blühende auf der Gartenschau. Im Frühling, Sommer und Herbst werde sich den Besuchern auf dem Gelände immer wieder ein neues Bild bieten.

Wer seine Dauerkarte online erworben hat, bekommt mit dem Ausdruck auf Papier oder dem elektronischen Ticket samt QR-Code auf dem Handy Zugang zum 31 Hektar großen Gelände. „Internet-Käufer können sich aber auf Wunsch noch jederzeit in der Tourist-Info Hardcover-Karten besorgen“, erklärt Marketing-Chefin Madita Alberding.

Einzig bei den (nicht personalisierten) Wertgutscheinen gilt eine Frist: Rund 400 Wertgutscheine warten noch darauf, in eine Dauerkarte zum Vorzugspreis der ersten Vorverkaufsaktion umgewandelt zu werden. Sie müssen im Laufe des Monats Februar eingelöst werden - ebenfalls in der Höxteraner Tourist Info im Historischen Rathaus. Bis zum 28. Februar bleibt noch Zeit dazu.   

7777. Dauerkarte verkauft

Die Dauerkarten für die Landesgartenschau 2023 in Höxter bleiben begehrt. Eine besondere Marke wurde gerade erreicht: Das 7777. Ticket ging jetzt in der Tourist-Info über den Tresen. „Schnapszahlen bringen Glück“, dachte sich Geschäftsführerin Claudia Koch und überraschte die Käuferin der 7777. Dauerkarte mit einem Geschenk. Gerda Antonia Rotermund gewann zu ihrem Gartenschau-Ticket ein Fotoshooting.

„Sie kann sich aussuchen, mit wem und wo sie sich auf dem Gartenschau-Gelände professionell ablichten lässt“, erklärt Marketing-Chefin Madita Alberding. Anbieten würde sich für den Termin mit Fotografin Claudia Warneke zum Bespiel die bunte Blühwiese im Weserbogen. „Ach wie schön!“, zeigte sich Gerda Antonia Rotermund erfreut. Sie kaufte übrigens auch eine Dauerkarte für ihren Ehemann, beide sind Mitglied im Förderverein.

„Es war von vornherein klar, dass wir uns Karten besorgen. Wir werden die Gartenschau so oft wie möglich genießen“, sagte die Boffzenerin, die ein Ingenieurbüro in Höxter führt. Höxter werde langfristig von der Schau profitieren. „Vieles bleibt ja, was jetzt entsteht. Das ist eine absolute Bereicherung.“ Dafür müsse dann man eben auch mal Einschränkungen in Kauf nehmen, sagt sie mit Blick auf die anstehende Weserbrücken-Sperrung.

Gerda Antonia Rotermund nahm es dann auch gelassen, dass sie sich vor der Vorverkaufsstelle im Historischen Rathaus in eine Warteschlange einreihen musste. „Alle wollen sich noch eine Dauerkarte zum halben Preis sichern“, berichtet Claudia Wessel vom großen Andrang in der Tourist Info. Sie und ihre Kollegen im Stadthaus haben seit vielen Wochen alle Hände voll zu tun. Fast im Akkord verkauft sie die Tickets im Scheckkartenformat.

Weil die nur für den Eigentümer höchstpersönlich gelten und nicht übertragbar sind, müssen sich die Kunden fotografieren lassen. „Vielleicht ein bisschen in die Knie gehen“, bittet Claudia Wessel einen besonders großgewachsenen Kunden. Für kleinere hat sie auch ein Hocker parat, damit die Webcam nicht ständig neu eingestellt werden muss. Sogar ein Foto auf dem Smartphone kann man damit abknipsen. Das Team in der Tourist-Info hat mittlerweile eine gute Routine entwickelt.

„Der Vorverkauf läuft super und spiegelt die Vorfreude auf die Landesgartenschau wider“, zeigt sich Claudia Koch hochzufrieden. Noch bis Ende Januar geht die erste Vorverkaufsphase, in der Erwachsene 60 Euro und Kinder bis einschließlich 17 Jahren nur fünf Euro für das Dauerticket zahlen.

Entlang der Stadtmauer und im Weserbogen soll Blumenmeer entstehen

Es sind noch eineinhalb Jahre bis zur Landesgartenschau in Höxter, aber schon jetzt werden die Vorbereitungen dafür getroffen, dass Höxter 2023 richtig aufblühen kann. Weil der Winter naht, wird aktuell fleißig gesät und gepflanzt – auf dem Wall und auf dem Corveyer Feld.

Höxters historische Stadtmauer wurde behutsam freigeschnitten und kommt jetzt richtig zur Geltung. Vor dieser imposanten Kulisse werden in den nächsten Wochen insgesamt 20.000 Stauden, Gräser und Farne gesetzt. „Wir haben auf dem Wall viel alten Baumbestand, deswegen sind Experten gefragt, die einen schattigen und trockenen Standort vertragen“, erläutert Magdalene Winkelhorst, Landschaftsarchitektin bei der Gartenschau-Gesellschaft.

Im Schutz des mittelalterlichen Gemäuers und unter mächtigen Baumkronen werden auf dem Wall Schönheiten wie die großblütige Taubnessel, Flattergras oder der Hirschzungenfarn gedeihen. „In den helleren Bereichen wachsen bald Phlox, Astern, Wiesenraute und Kandelaberehrenpreis“, sagt die LGS-Fachfrau für alles Grüne und Blühende. Die LGS habe auch ein paar „feine Kleinigkeiten“ ausgewählt, zum Beispiel Frühblüher wie Gedenkemein oder Haselwurz.

Wo es möglich war, wurde die Erde entlang der Stadtmauer gefräst. „Im Bereich des alten Baumbestandes wurde nur händisch der Bewuchs entfernt“, erklärt Magadalene Winkelhorst das vorsichtige Vorgehen. Dann wurde ein spezielles Substrat ausgebracht und mit dem Rechen geradegezogen. Pflanzenplaner Christian Meyer stellt die zu tausenden angelieferten Stauden an den richtigen Stellen auf, ehe sie in die Erde kommen.

„Insgesamt werden die Stauden eine Fläche von 3.400 Quadratmetern bedecken“, hat Magdalene Winkelhorst ausgerechnet. In wenigen Tagen soll das beauftragte Unternehmen Gartenlandschaftsbau Schröder aus Lage mit der Pflanzaktion am östlichen Teil des Walls fertig werden. Im Dezember kommt der westliche Teil dran. „Zum Schluss müssen die Pflanzen angegossen werden, damit sie den richtigen Bodenschluss bekommen.“

Auch Teile der großen Blühwiese für die Landesgartenschau auf dem Corveyer Feld wurden bereits angelegt. Der Weserbogen soll bis 2023 zum Blütenmeer werden.  Auf einer Fläche von fünf Hektar werden verschiedene Blühmischungen eingesät, die nicht nur schön aussehen, sondern auch einen Beitrag für mehr Artenvielfalt leisten sollen.

 „Wir haben mit den ersten mehrjährigen Blühstreifen begonnen und bringen insgesamt zehn Kilo Saatgut in die Erde“, berichtet die Landschaftsarchitektin. Die feinen Blumensamen werden mit einer Saathilfe zur besseren Dosierung und einer speziellen Maschine ausgebracht. „Anschließend wird das Saatgut mittels einer Walze angedrückt“, so Magdalene Winkelhorst weiter.

Die Aussaat  erfolgt jetzt im Herbst, da sich in der Mischung zweijährige Blühpflanzen befinden. „Das heißt sie blühen erst im zweiten Jahr und vermehren sich dann durch den Samen. Dazu gehören Bartnelke, Vergissmeinnicht, Fingerhut und Lupinen“, sagt die Fachfrau bei der LGS.

Außerdem müsse so spät im Jahr gesät werden, weil es sich um eine Mischung mit sogenannten Kaltkeimern handelt. „Das bedeutet, dass die Samen eine gewisse Kälteperiode brauchen, um keimen zu können“, sagt die LGS-Blumenchefin weiter. Sie hat bewusst eine Mischung ausgewählt, die sich gut als Bienenweide eignet und auch andere Insekten wie Schmetterlinge anlocken wird. „Weil die Pflanzen besonders nektarreich, wohlriechend und aromatisch sind“, verspricht die Landschaftsarchitektin. 

Mädchenauge, Phazelie, Kornblume oder Wiesenflockenblume, aber auch Kosmeen, Schafgarbe und Nachtkerze werden zur Landesgartenschau das Corveyer Feld zieren. In der Zusammenstellung mit dem klangvollen Namen „Honig und Schmetterling“ sind insgesamt 23 einjährige und 27 mehrjährige Blumenarten enthalten.

Erste Dauerkarten für die Landesgartenschau in Höxter

Es ist so weit: Ab Donnerstag, 18. November, werden die ersten Dauerkarten für die Landesgartenschau 2023 in Höxter ausgegeben. „Insbesondere die Einheimischen haben dadurch Gelegenheit, sich sehr günstig ein Ticket für die gesamte Laufzeit der LGS zu besorgen“, betont Claudia Koch, Geschäftsführerin der Gartenschau-Gesellschaft. In dieser frühen Phase bis Ende Januar werden die Dauerkarten zum halben Preis angeboten – „ein besonderes Angebot für die Menschen hier in der Region.“

Zu bekommen sind die Tickets im Stadthaus am Petritor (Sitzungssaal, Westerbachstraße 45) und in der Tourist Info im Historischen Rathaus (Weserstraße 11). Bezahlt werden kann dort entweder in bar oder mit der EC-Karte. „Weil die Karten personalisiert werden müssen, steht an den beiden Verkaufsstellen eine Webcam bereit“, erklärt Marketing-Chefin Madita Alberding. Die nötigen Bilder für die Dauerkarte müssen also nicht mitgebracht werden, sondern werden direkt vor Ort gemacht.

Auch online können die Karten gekauft werden. Unter https://www.landesgartenschau-hoexter.de/tickets kann das Dauerticket gebucht und anschließend ausgedruckt oder als PDF-Datei auf dem Handy gespeichert werden. Beim Internet-Kauf wird das Foto als Datei hochgeladen. „Das Gesicht sollte darauf gut erkennbar sein“, betont Claudia Koch. Das Foto werde vom System automatisch zugeschnitten und in den Besucherausweis eingepasst. Als Zahlungsweisen sind online Vorkasse, Paypal und Kreditkarte möglich.

Erwachsene können für nur 60 Euro ein halbes Jahr lang die Gartenschau genießen. Kinder (von 2 bis 17 Jahren) zahlen lediglich fünf Euro als Gebühr für die Anfertigung des Besucherausweises. Kleinkinder bis zwei Jahre benötigen kein Ticket.

Es gibt eine Reihe von Ermäßigungen:  Schwerbehinderte (ab 60 Prozent Behindertengrad), Schüler und Studierende ab 18 Jahre, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Inhaber des Huxori-Passes, Inhaber des Ehrenamtspasses und Inhaber des Jugendleiterpasses (Juleica) sparen fünf Euro.

Der entsprechende Nachweis müsse in den Vorverkaufsstellen vorgelegt beziehungsweise später beim Betreten des Gartenschau-Geländes bereitgehalten werden. Denselben Preisnachlass bekommt auch, wer im Förderverein der Landesgartenschau ist: „Die mehr als 600 Mitglieder werden durch den Förderverein über die Details der Kaufabwicklung informiert“, sagt Claudia Koch.

Weil es ja noch über ein Jahr dauert bis zur Eröffnung, hat sich die Landesgartenschau-Gesellschaft auf folgende Regelung verständigt: Entscheidend ist, dass der Kunde zum Kaufzeitpunkt die Voraussetzung für eine Ermäßigung erfüllt. „Wer also jetzt noch Schüler ist, in 2023 aber nicht mehr, bekommt dennoch die Karte jetzt vergünstigt“, macht Claudia Koch beispielhaft deutlich. Gleiches gelte für Minderjährige, die bis zur Landesgartenschau noch volljährig werden. Auch sie können sich noch ein Kinderticket sichern, wenn sie jetzt schon eine Dauerkarte kaufen. 

Wer für sein Kind oder andere Verwandte eine Dauerkarte besorgen möchte, diese aber nicht mit in die Vorverkaufsstelle bringen will oder kann, für den gibt es folgende Lösung: „Der erstellt am besten online ein Ticket für diese Personen und kommt mit diesem dann in die Vorverkaufsstellen. So kann direkt das hochgeladene Bild verwendet werden“, sagt Madita Alberding, die für die Organisation zuständig ist.

Die Dauerkarte für die Landesgartenschau sei ein ideales Weihnachtsgeschenk: „Wer die Karten unter den Tannenbaum legen möchte, kann Gutscheine im Wert einer Dauerkarte kaufen“, erläutert LGS-Chefin Claudia Koch. Diese Gutscheine müssen dann noch in eine personalisierte Dauerkarte eingetauscht werden. Das geht bis Ende Februar 2022 online oder in der Tourist-Information.

Zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten (siehe unten) wird es in der Tourist-Info zum zweiten Advent einen Sonderverkauf geben (Powerwochenende). „Niemand muss sich beeilen, es wird genügend Dauerkarten für alle Interessenten geben - auch noch kurz vor Weihnachten“, betont Madita Alberding von der Gartenschau-Gesellschaft, die schon viele Anfragen zum Dauerkarten-Verkauf erreicht haben.

Öffnungszeiten Tourist-Information:

Mo, Die, Do        9.30 - 12.30 Uhr und 13.30 - 17.00 Uhr

Mi, Frei                 9.30 - 14.00 Uhr

Sonderöffnungszeiten der Tourist-Info am Powerwochenende:

Samstag, 4. Dezember :                10.00 – 15.00 Uhr

Sonntag, 5. Dezember :                13.00 – 18.00 Uhr (unter Vorbehalt, falls verkaufsoffen!)

Öffnungszeiten Stadthaus:

Mo, Die, Mi                        8.30 – 16.30 Uhr

Do                                          8.30 – 18.00 Uhr

Frei                                        8.30 – 12.30 Uhr

Gas-und Wasserversorgung Höxter GmbH unterstützt die Landesgartenschau Höxter 2023

Die Landesgartenschau Höxter 2023 hat mit der Gas-und Wasserversorgung Höxter GmbH einen neuen zusätzlichen Premium-Sponsor an ihrer Seite. Der regionale Energie-versorger mit Sitz in Höxter wird die Landesgartenschau finanziell sowie mit aktiver Beteiligung unterstützen. Der entsprechende Sponsorenvertrag wurde am Freitag, 12. November 2021, im Sitzungssaal des Stadthauses Höxter besiegelt.

Die GWH steht für Regionalität, Kundennähe und Verlässlichkeit. Als Energie-und Wasserversorger ist die Gas-und Wasserversorgung Höxter GmbH mit Gas, Wasser, Strom und Wärme seit 1977 bereits tief in Höxter und den Ortschaften verwurzelt. Die GWH versorgt rund 30.000 Menschen in Höxter und den umliegenden Gemeinden mit Trinkwasser. Seit Januar 2012 versorgt das Unternehmen zudem diverse Städte im Kreis Höxter mit Strom und Gas. An der Gas-und Wasserversorgung Höxter GmbH mit Sitz in Höxter sind die Stadt Höxter mit 75% und die Vereinigte Gas-und Wasserversorgung Rheda-Wiedenbrück GmbH mit 25% beteiligt.

Matthias Bieler, Geschäftsführer der GWH: „Wir stehen als fester Partner der Stadt Höxter zur Seite und geben alles dafür, dass wir in 2023 zu einer spannenden und lebhaften Landesgartenschaubeitragen.“ Und Stefan Borgolte, der stellvertretende Vertriebsleiter ergänzt: „Für uns ist es einfach selbstverständlich als der Versorger vor Ort, uns auch bei der Landesgartenschau mit einzubringen. Wir alle identifizieren uns zu 100% mit dem Vorhaben und freuen uns schon jetzt sehr auf die Umsetzung!“

Bei der Landesgartenschau trägt die GWH ganz konkret beispielsweise mit der Ausrichtung von Erlebnistagen und Führungen zu lebendigen und interessanten Monaten im Jahr 2023 bei. Darüber hinaus bringt sichdie GWH auch bei der Sanierung und Erweiterung der Infrastruktur sowie der Errichtung von Trinkwasserspendern dienstleistend ein.

Nach dem ersten Premiumsponsor Arntz Optibelt nun auch die Gas-und Wasserversorgung Höxter GmbH als starken Partner an der Seite der Landesgartenschau zu wissen, das freut auch Höxters Bürgermeister Daniel Hartmann: „Durch dieses Sponsoring werden uns Dinge möglich, die wir sonstnur schwerlich oder gar nicht umsetzen könnten. ‚Wir für Höxter‘, in diesem Slogan der GWH steckt alles drin. Ein Unternehmen, das lokal so stark verwurzelt und mit der Höxteraner Bevölkerung so eng verbunden ist, passt ganz hervorragend zur Landesgartenschau.“

Claudia Koch, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Höxter 2023 gGmbH, fügt hinzu: „Alle Höxteranerinnen und Höxteraner kennen die GWH als ihren zuverlässigen Lieferanten für Strom, Gas und Wasser. Diese Verlässlichkeit, aber auch Innovationskraft und der Wille, stetig noch besser werden zu wollen, das verbindet uns. Wir bedanken uns herzlich bei der Gas-und Wasserversorgung Höxter für diese Partnerschaft und hoffen natürlich noch auf weitere Unternehmen, die nachziehen. Gemeinsam können wir unsere schöne Heimat Höxter noch attraktiver für unsere große Schau in 2023 und für die Zukunft gestalten.“

Urgeschichtliche Besiedlungsspuren gefunden

Bei den Bauarbeiten für die Landesgartenschau sind am Weserufer Spuren einer urgeschichtlichen Besiedlung im Bereich der Landschaftsscholle aufgetaucht. Optisch waren es zunächst nur dunkle Verfärbungen im Erdreich. „Es handelt sich um drei Pfostengruben und mehrere Lehmentnahmegruben. Da hat also mal ein Wohnhaus oder ein Nebengebäude gestanden“, erläutert LGS-Archäologe Ralf Mahytka, der die Bauarbeiten begleitet. Er schätzt, dass die Befunde aus vorchristlicher Zeit stammen und damit mehr als 2000 Jahre alt sind. Die genaue Datierung steht noch aus.

Die Bauarbeiten für die Landesgartenschau erfolgen eben in einem sehr geschichtsträchtigen Terrain, deswegen müssen alle Beteiligten sensibel vorgehen. Genau das ist jetzt geschehen: Ralf Mahytka hat die Befunde im Bereich des alten Bahnhofs gesichert und dokumentiert, damit anschließend die Bauarbeiten weitergehen können. „Dort auf der Anhöhe direkt an der Weser haben vor mehr als 2.000 Jahren also Menschen gewohnt – sicher vor Hochwasser und in der Nähe des Flusses, der Fische und reichlich Wasser bot“, sagt der Archäologe.

Auch in vorchristlicher Zeit sei das vermutlich eine super Wohnlage gewesen. „Ein idealer Siedlungsplatz.“ Er erklärt die dunklen Verfärbungen so: „Man hat dort ein Loch gegraben, um zum Beispiel Lehm zum Bauen zu gewinnen und es anschließend mit Müll gefüllt.“ Sprich: Die Bewohner des Hauses haben dort beispielsweise Essensreste oder Abfälle hineingeworfen, die beim Verrotten zu braunem Humus wurden. „Ich habe auch eine Handvoll Scherben gefunden“, so der LGS-Fachmann weiter. Eigentlich sei im Bereich der Landschaftsscholle gar nicht mit archäologischen Befunden gerechnet worden. „Das ist eine der unverdächtigsten Stellen.“

Ralf Mahytka hat die Stellen„feingeputzt“, wie der Fachmann sagt: „Ich habe sie krümelfrei gemacht, fotografiert, beschrieben, digital eingemessen und die Keramik entnommen.“ Die Befunde werden wieder zugeschüttet, bleiben also im Boden. „Dort sind sie am besten geschützt“, sagt Mahytka. Eine archäologische Grabung sei deshalb nicht notwendig. Die Bauarbeiten für die Landesgartenschau werden fortgesetzt. Sie gehen nicht so tief ins Erdreich, dass sie die urzeitlichen Siedlungsreste gefährden könnten.

Die Arntz Optibelt Gruppe wird Premiumsponsor der Landesgartenschau 2023

Das familiengeführte Industrieunternehmen mit internationaler Strahlkraft bekennt sich zum Stammsitz Höxter und setzt auf Nachhaltigkeit.

Höxter. Eineinhalb Jahre vor Eröffnung der Landesgartenschau 2023 präsentiert die Gartenschaugesellschaft Höxter ihren ersten Premium-Sponsor: Das traditionsreiche Unternehmen Arntz Optibelt, größter Arbeitgeber vor Ort, unterstützt das Projekt zur Stadtentwicklung ideell und materiell und legt damit ein öffentliches Bekenntnis zu seinem Stammsitz ab. Der Sponsorenvertrag wird/wurde heute (29.10.21) im Historischen Rathaus besiegelt.      

„Die Welt ist in Bewegung – wir treiben sie an.“ Dieser Satz bringt das Geschäftsmodell von Arntz Optibelt auf den Punkt. Anno 1872 gründete Emil Arntz in Höxter ein Unternehmen zur   Produktion von Gummifäden und technischen Gummiprodukten. Fast 150 Jahre später ist aus diesem „Startup“ einer der weltweit bedeutendsten Hersteller von Hochleistungs-Antriebsriemen und spezifischen Antriebslösungen für die verschiedensten Branchen geworden – familiengeführt, bodenständig, innovativ und stets auf Expansionskurs. „Wir setzen auf kompromisslose Qualität, auf Langlebigkeit und auf Nachhaltigkeit“, erklärt Geschäftsführer Reinhold Mühlbeyer. 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an acht Produktionsstandorten und 33 Vertriebsniederlassungen in 30 Ländern stehen für die Erfolgsgeschichte der Unternehmensgruppe.

„Wir freuen uns über die vielfältigen Investitionen und über die nachhaltigen Impulse, die die Landesgartenschau für die Entwicklung der Stadt Höxter mit sich bringen“, sagt Optibelt Geschäftsführer Konrad Ummen, der Ur-Ur-Ur-Enkel von Emil Arntz. „Es ist für uns selbstverständlich, dass wir diese positive Entwicklung antreiben – für die Lebensqualität unserer Mitarbeitenden und aller Menschen in Höxter, aber auch, um auswärtigen Partnern  und Gästen die Qualitäten und die Bedeutung  dieses schönen Ortes in Verbindung mit unserer Unternehmensgruppe näher zu bringen.“

Bürgermeister Daniel Hartmann betont: „Die Partnerschaft mit der Arntz Optibelt Gruppe ist ein wichtiger Meilenstein für die Umsetzung aller Projekte, aus denen sich das Bild zum großen Puzzle LGS zusammensetzen wird. Denn diese einzigartige Chance zur nachhaltigen Stadtentwicklung ist nicht allein durch Fördermittel des Landes NRW, aus Eigenmitteln der Stadt Höxter, aus Eintrittsgeldern zur Landesgartenschau oder durch Spender oder Gönner zu finanzieren. Es braucht auch privatwirtschafliches Engagement. Wir sind stolz, dass das größte Unternehmen unserer Stadt hinter dieser Idee steht.“

Claudia Koch, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Höxter 2023 gGmbH, sagt: „Wir hoffen, dass das Sponsoring von Arntz Optibelt auch viele weitere Unternehmen und Akteure aus der Region dazu animiert, sich in ähnlicher Weise zu engagieren. Denn nur gemeinsam können wir einen großen Entwicklungsschritt für Höxter erreichen.“

Im Vorfeld und während der Landesgartenschau 2023 wird sich Arntz Optibelt in das Gesamtkonzept des Großereignisses mit vielfältigen Aktionen rund um Technik und Natur aktiv einbringen. „Ohne hochwertige Antriebslösungen wäre es gar nicht möglich, die umfangreichen Bauarbeiten zur Aufwertung der Stadt Höxter in solch kurzer Zeit zu realisieren“, betont Jan Holsteg, Geschäftsführer der Landesgartenschau Höxter 2023 gGmbH.

Bauzaun versetzt: Boulebahn auf der Weserpromenade wieder frei

Die Boulebahn auf der Weserpromenade ist wieder bespielbar. Für die umfangreiche Umgestaltung der Weserpromenade wurde die Baustelle vor einigen Tagen eingezäunt.

Innerhalb des öffentlich nicht mehr zugänglichen Bereichs lag zunächst auch die Boulebahn. Dann kam LGS-Geschäftsführer Jan Holsteg bei seiner abendlichen Joggingrunde darauf zu, dass drei junge Männer unter Missachtung der Absperrung dem französischen Kugelspiel frönten.

Bedarf erkannt, Problem gebannt: Holsteg ließ direkt am nächsten Tag den Bauzaun so versetzen, dass die Boulebahn nun wieder öffentlich zugänglich ist. „Es soll niemand auf die schöne Freizeitbeschäftigung Boule verzichten müssen, solange die Arbeiten an der Verschönerung der Weserpromenade dies zulassen“, so Holsteg.

Hopfenhecke im Weserbogen gepflanzt

Die Landesgartenschau-Gesellschaft hat auf dem Corveyer Feld eine lange Hopfenhecke im Karree gepflanzt. „808 Hopfenpflanzen haben wir in die Erde gesetzt“, berichtet Magdalene Winkelhorst, Landschaftsarchitektin bei der Landesgartenschau. Im Weserbogen soll zum Großereignis in 2023 eine Ruheinsel entstehen, die von einer großen Hecke umgeben ist.

Mehrere Meter hoch kann der Hopfen wachsen, dessen Früchte man sonst zum Bierbrauen verwendet. Wenn die Pflanzen richtig angegangen sind, soll noch ein hölzernes Rankgerüst folgen, ähnlich wie man es bei Erbsen verwendet.

„Der Hopfen braucht Zeit zum Anwachsen und verwurzeln, damit er 2023 voll anschiebt“, erklärt die Fachfrau von der Gartenschau-Gesellschaft. Eine grüne Wand wird also die etwa 2.400 Quadratmeter große Fläche umgeben, auf der zur Landesgartenschau eine Obstplantage entstehen soll. Die Besucher werden über den rekonstruierten Hellweg über eine Blumeninsel dorthin gelangen.

24 Apfel-und Quittenbäume werden in der Ruheinsel aufgestellt. Die Sorten sollen so gewählt werden, dass man sich ein halbes Jahr lang mit dem Obst versorgen könnte, erklärt Magdalene Winkelhorst: „Vom frühen Klarapfel, den man schon im Sommer ernten kann, bis zum Lagerapfel, der den Winter über hält.“ Die Bäume werden in sogenannten Spingrings angeliefert.

Das sind neuartige, luftdurchlässige Kübel, in denen sich die Wurzeln besonders gut entwickeln, was für das Anwachsen von Vorteil ist. An dieser Stelle im Weserbogen kann nichts tief eingegraben werden, weil in der Erde das Bodendenkmalder versunkenen Stadt Corvey liegt. Deshalb sollen die Obstbäume später ihren endgültigen Platz in einer Streuobstwiese auf dem Gartenschaugelände bekommen.