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BürgerInnen in Stahle verwandeln Kreisel in Staudenbeet

Bis vor kurzem wuchs auf der Verkehrsinsel in der Marienstraße in Stahle nur Gras – dank engagierter AnwohnerInnen blüht dort bald ein Staudenbeet. In Zusammenarbeit mit dem Leiter der Stadtgärtnerei Ralf Haffke und dem Bauhof der Stadt Höxter haben AnwohnerInnen die Fläche neu gestaltet.

„Der Kreisel war uns schon lange ein Dorn im Auge“, sagt Anwohner Jan Pollmann. Beim alljährlich stattfindenden Straßenfest kam den Bewohnern der Marienstraße Eberhard Hage, Fabian Küster, Sören Germer, Markus Weißbrodt und Jan Pollmann die Idee, mit dem übriggebliebenen Geld den Kreisel zu verschönern. „Wir wollten das Geld so investieren, dass alle etwas davon haben“, sagt Pollmann. „Beim Landesgartenschau-Infomarkt in Stahle im November 2019 entstand der Kontakt zum Leiter der Stadtgärtnerei Ralf Haffke. Ihm haben wir von der Idee erzählt und mit ihm die weitere Vorgehensweise abgestimmt.“

Gemeinsam mit Ralf Haffke planten die AnwohnerInnen ein insektenfreundliches Staudenbeet bestehend unter anderem aus Taglilien, Flammenblumen, Purpur-Sonnenhut und Storchschnabel. Nachdem der Bauhof das Gras abgetragen, ein geeignetes Pflanzsubstrat eingebracht und drei Findlinge auf dem Kreisel platziert hatte, bepflanzten die AnwohnerInnen und Haffke zusammen die Wiese. Als letzten Schritt wird Malermeister Schmidt aus Stahle den verrosteten Laternenpfahl auf dem Kreisel streichen.

Ralf Haffke, der viel Arbeit in die Planung des Kreisels steckte, ist begeistert vom Engagement der AnwohnerInnen. „Bei der Bepflanzung haben sich viele Anwohnerinnen und Anwohner der Marienstraße beteiligt. Auch die Kinder haben fleißig mitgeholfen und Unkraut gezupft“, sagt Haffke. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen!“ In wenigen Wochen werden die Stauden anfangen zu blühen. In Zukunft werden sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Marienstraße um das Beet kümmern. 

„Wir freuen uns total, wenn Höxteranerinnen und Höxteraner mit solchen Ideen auf uns zukommen“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch. „Solche Aktionen verschönern nicht nur unsere Region, sondern stärken auch die Gemeinschaft. Außerdem geben sie ein tolles Bild nach außen – nicht nur für die Landesgartenschau. Vielleicht sind die Anwohnerinnen und Anwohner der Marienstraße mit ihrer Aktion sogar ein Vorbild für andere Höxteranerinnen und Höxteraner, die ihre Heimat gerne verschönern möchten.“



Info zu Staudenbeeten vom Leiter der Stadtgärtnerei Ralf Haffke:

Ein Großteil unserer Fauna unterteilt sich in Stauden und Gehölze. Gehölze sind, wie der Name schon erahnen lässt, Pflanzen, die Holz bilden, diese „verholzen“, wie der Fachmann sagt. Dazu gehören Bäume und Sträucher unterschiedlichster Größen. Dem stehen die krautigen Stauden gegenüber, deren oberirdischer Teil über die Wintermonate meist abstirbt, um sich im Frühjahr aus den Wurzeln zu erneuern.

Während die Gehölze in vielen Jahren stetig weiterwachsen, an meist doch sehr begrenzten Standorten, oft geschnitten und in Form gebracht werden müssen, bleiben Stauden, auch weil sie sich jährlich neu entwickeln, in ihren Größenstrukturen überschaubarer. Blüten, Blattformen und -farben, hoch und niedrig bleibend, sind Stauden in ihrer Vielfalt nahezu unübertroffen.

Diese Vorteile eines schönen Beetes muss man sich natürlich auch erarbeiten. So sollte die Anpflanzung gut geplant, das fertige Produkt fachlich gepflegt und auch nach der vollständigen Entwicklung immer wieder mal ergänzt oder auch selektiert werden. Das, was sich da vielleicht zu breit gemacht hat und anderes überwuchert, muss auch schon einmal entfernt werden, auch wenn es so schön blüht. Denn auch die Stauden können nicht wissen, was wir uns wünschen, und machen „natürlich“ das, was sie wollen.

Im günstigsten Fall gehen unsere Ideen mit dem Können der Stauden einher. Trotzdem klappt es dann vielleicht doch nicht so ganz – so sind halt die Regeln der Natur oft anders als die unsrigen. Daher bleibt immer ein wachendes Auge über das Beet erste Priorität für das Gelingen der Anlage.

Dann aber macht es viel Freude, erfreut zudem unsere Insekten und Vogelwelt und bietet auch in den abgestorbenen Pflanzenteilen im Winter so manchem Krabbeltier eine willkommene Herberge über die kalte Jahreszeit. Daher sollte man im Herbst nicht zwingend, dem Reinlichkeitsgedanken folgend, immer alles abräumen, denn im Frühjahr vor dem Austrieb ist es für das „Reinemachen“ allemal noch früh genug.

Staudenbeete sind kein Hexenwerk, doch es gehört schon ein Interesse an den Pflanzen dazu, sich mit Standortansprüchen, ob Sonne oder Schatten, feucht oder trocken, hoch oder niedrig, viele oder lieber wenige Nährstoffe, stark- oder schwachwachsend zu beschäftigen, um am Ende wirklich Freude daran zu haben.

Infomarkt Beverungen wegen Coronavirus abgesagt

Auch der Landesgartenschau-Infomarkt in Beverungen am 6. Juni 2020 muss wegen des Coronavirus abgesagt werden. Schon die Infomärkte in Bruchhausen im April und Albaxen im Mai konnten wegen des Virus nicht stattfinden.

„Wie auch in Bruchhausen und Albaxen werden wir den Infomarkt Beverungen zu einem späteren Zeitpunkt nachholen“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch. „Geplant ist, die Veranstaltungen an den letzten Infomarkt im Oktober anzuhängen. Wir hoffen, dass wir die Infomärkte dann wieder wie gewohnt durchführen können.“

Sollten weitere Termine aufgrund des Virus betroffen sein, werden auch diese anschließend nachgeholt. Über alle neuen Termine werden wir rechtzeitig informieren.

Die Infomärkte der Landesgartenschau finden monatlich in einer anderen Ortschaft rund um Höxter statt. Ziel ist es, über den aktuellen Planungsstand der Landesgartenschau zu informieren, Fragen der BürgerInnen zu beantworten und Ideen aufzunehmen. VeranstalterInnen sind die Durchführungsgesellschaft, die Stadt Höxter und der Förderverein der Landesgartenschau.

BürgerInnen gestalten Albaxer Dorftreffpunkt „Am Brack“ um

In den vergangenen Monaten haben engagierte BürgerInnen in Zusammenarbeit mit der Stadt Höxter die Grünfläche „Am Brack“ in Albaxen zu einem neuen einladenden Dorftreffpunkt entwickelt. Den Großteil der Mittel hatte das Land Nordrhein-Westfalen durch einen Förder-mittelantrag im Zuge der Landesgartenschau zur Verfügung gestellt. „Der Ortschaftsrat war ebenfalls sofort begeistert vom Engagement und der Idee und hat einen Zuschuss aus den Ortschaftsmitteln bereitgestellt“, freut sich Ortsausschussvorsitzender Günter Fricke.

Die Grünfläche direkt an der Saumer war wegen ihrer zentralen Lage lange Zeit ein Treffpunkt im Dorf, ist mittlerweile allerdings in die Jahre gekommen. „Vor einem Jahr haben wir mit der Planung und den Förderanträgen begonnen“, sagt Albaxer Ralf Streicher, der am Projekt beteiligt war. Nun werten eine Liegebank, eine Informationstafel für BewohnerInnen und TouristInnen sowie Spiel- und Blühwiesen die Ortsmitte von Albaxen wieder auf. Auch der Weg sowie die Poltertreppe der Saumer, das Wahrzeichen des Dorfes, wurden erneuert. Außerdem bietet der Dorftreffpunkt Natursteine zum Sitzen und Klettern für Kinder.

Der Wunsch der AlbaxerInnen war es nicht nur, einen neuen Dorftreffpunkt zu schaffen, sondern auch TouristInnen ein Ziel zu bieten. Der neue Dorftreffpunkt liegt nicht nur am Rundwanderweg entlang der Saumer, sondern auch in der Nähe von touristischen Zielen wie der mittelalterliche Tonenburg und der Weser. Demnächst sollen deshalb noch Wegweiser folgen. Gemeinsam mit den Baubetriebshof-Mitarbeitern Johannes Struck und Julian Middeke haben Ralf Streicher, Ewald Filmar, Klaus Ulrich, Josef Schmitz, Anke Schregel, Hendrik Rode, Willi Siepler, Dieter Marx und Gerd Meise im Rahmen der Dorfwerkstatt Albaxen e.V. das Projekt initiiert und unterstützt. Wegen der Corona-Pandemie fanden die Arbeiten nur paarweise oder in sehr kleinen Gruppen statt.

Im Hinblick auf die Landesgartenschau 2023 hat sich die Stadt Höxter nicht nur das Ziel gesetzt, die Maßnahmen im Stadtkern umzusetzen, sondern auch die Dörfer zu stärken. „Die neue Dorfmitte steigert das Erscheinungsbild Albaxens auch für Besucherinnen und Besucher, die nach, in und um Höxter unterwegs sind und animiert sie hoffentlich zum Wiederkommen“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch. „Ich freue mich besonders, dass dieses Projekt wegen des großartigen Engagements der Albaxerinnen und Albaxer gefördert und umgesetzt werden konnte. Albaxen hat damit das erste Projekt zur Attraktivitätssteigerung und Infrastrukturverbesserung der Ortschaften im Zuge der Landesgartenschau erfolgreich umgesetzt.“

Auch für weitere Dorfprojekte hat das Land Nordrhein-Westfalen bereits Fördermittel bewilligt. „Die nächsten Gelder fließen in die Projekte in Godelheim, Bruchhausen und Lüchtringen“, sagt Koch.

 

Landesgartenschau verschiebt Song-Wettbewerb ins Frühjahr 2021

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie verschiebt die Landesgartenschau-Gesellschaft den ausgelobten Song-Wettbewerb ins Frühjahr 2021. Neue Termine für die Abgabe und das Live-Konzert stehen noch nicht fest.

Ursprünglich war als Einsendeschluss der 31. Mai 2020 festgelegt worden. Am 10. Juni 2020 sollte zudem ein Live-Konzert stattfinden, auf dem die TeilnehmerInnen ihre Lieder live vor Publikum präsentieren. „Leider sind momentan weder ein Live-Konzert noch Proben und Aufnahmen der Chöre, Orchester und Bands möglich“, erklärt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch. „Deswegen haben wir uns entschieden, den Einsendeschluss erst einmal zu verschieben. Sobald größere Veranstaltungen wie Konzerte wieder möglich sind, werden wir einen neuen Termin bekanntgeben. Möglicherweise wird das erst im nächsten Frühjahr der Fall sein.“

Ziel des Wettbewerbs ist es, einen selbstkomponierten Landesgartenschau-Song zu finden, der als Ohrwurm schon jetzt Lust auf die Veranstaltung im Jahr 2023 macht. Aufgerufen sind Vereine, Chöre, Bands, Schulklassen, Orchester oder SolokünstlerInnen. Der Sieger oder die Siegerin darf sein Lied in einem professionellen Tonstudio aufnehmen, sodass der Song anschließend vielfältig vor und während der Landesgartenschau eingesetzt werden kann.

„Uns ist wichtig, dass der Liedtext einen Bezug zur Landesgartenschau hat und mit einer eingängigen Melodie ein echter Ohrwurm wird“, sagt Koch. „Deswegen muss die Einsendung auch ein fertig arrangiertes Musikstück sein. Für die Aufnahme reicht aber ein Smartphone, es muss keine professionelle Tonstudio-Aufnahme sein.“

Abgesehen von der Musik-Datei im .mp3-Format müssen alle TeilnehmerInnen einen Teilnahmebogen einreichen, der auf der Internetseite der Stadt Höxter verfügbar ist. Die ausgefüllten Formulare und Aufnahmen können entweder im Stadthaus in Höxter abgegeben werden (zum Beispiel auf einem USB-Stick) oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschickt werden.


Dokumente:

pdfLGS-Song Wettbewerb - Teilnahmebogen

pdfLGS-Song Wettbewerb - Teilnahmebedingungen und Nutzungsrechte.pdf

Landesgartenschau sucht Höxters schönste Stadtansichten aus dem Fenster fotografiert

#HöxterFromMyWindow – mit diesem Hashtag startet die Landesgartenschau eine weitere Fotoaktion nach Pariser Vorbild. Gesucht werden ganz individuelle Stadtansichten aus dem Fenster heraus fotografiert. Zu gewinnen gibt es Gutscheine der Werbegemeinschaft Höxter.

„Wir möchten wissen, wie die Stadt mit Blick aus den Höxteraner Fenstern aussieht. Außerdem möchten wir zeigen, dass Höxter trotz der leeren Straßen wegen der Corona-Krise nicht an Schönheit verliert“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch. „Wir möchten zeigen, dass man in diesen Zeiten nicht als einziger zu Hause bleibt und dass die Höxteranerinnen und Höxteraner die eigene Quarantäne ernst nehmen. Daheimbleiben muss nicht langweilig sein.“

Als Fotomotiv kann jeder Teil Höxters und der Ortschaften dienen – ob die Schatten der Häuser beim Sonnenuntergang, ein Blick in einen schön gestalteten Hinterhof oder Bäume, die langsam grüner werden. „Je kreativer desto besser. Wir sind gespannt, welche schönen Ansichten uns erreichen. Zeigt uns unser Höxter aus Euren Fenstern!“, sagt Koch.

Der Wettbewerb läuft bis zum 25.05.2020 um 12 Uhr. Die Fotos müssen per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschickt werden. Anschließend werden alle Fotos auf der Facebook-Seite der Landesgartenschau veröffentlicht. Bis zum 02.06.2020 um 12 Uhr können alle NutzerInnen per Like über ihr Lieblingsfoto abstimmen. Die drei Fotos mit den meisten Likes werden im Anschluss benachrichtigt und erhalten jeweils einen Gutschein der Werbegemeinschaft über 30 Euro. Die Fotos werden zudem auf dem Instagram-Kanal der Landesgartenschau veröffentlicht.

Infomarkt Bruchhausen und Landesgartenschau-Ausstellung abgesagt

Wegen der aktuellen Ausbreitung des Corona-Virus und den Erlassen und Hinweisen zur Reduzierung von Kontakten werden der Infomarkt Bruchhausen am 4. April sowie die derzeit laufende Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten in der Marktstraße abgesagt.

Der Infomarkt Bruchhausen wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, möglicherweise nach dem derzeit letzten geplanten Infomarkt im November. Sollten weitere Infomarkt-Termine betroffen sein, werden auch diese anschließend nachgeholt.

Ob, und wenn ja wann, die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten noch einmal öffnen kann, wird sobald wie möglich geklärt. Über alle neuen Termine werden wir rechtzeitig informieren.

Wettbewerbssieger „Franz Reschke Landschaftsarchitektur“ stellt Landesgartenschau-Gelände vor

Die Höxteraner Altstadt näher an die Weser zu holen, die historische Wallmauer herauszustellen und die Geschichte Corveys in einem Geschichtspark darzustellen – das zeichnet den Landesgartenschau-Entwurf von Landschaftsarchitekt Franz Reschke aus, der vergangene Woche den ArchitektInnen-Wettbewerb gewonnen hatte. „Die Landesgartenschau bekommt ein Gesicht“, beschreibt Bürgermeister Alexander Fischer der Siegerentwurf. „Wir wissen jetzt, wie die Landesgartenschau aussehen wird.“

Das Berliner Büro freut sich über die Platzierung. „Es war ein eindringliches Erlebnis, als ich Höxter zum ersten Mal besucht habe“, sagt Landschaftsarchitekt Reschke. „Wegen der Geschichte der lebendig-dichten Fachwerkstadt und dem weiten Himmel über dem Feld an der Weser ist das Motto unserer Arbeit ‚Zeitreise‘. Damit den ersten Platz im Wettbewerb zu belegen, ist nun das Sahnehäubchen.“

Kernidee des Entwurfs ist es, die vier Teilbereiche der Landesgartenschau – der historische Wall, die Weserpromenade, die historische Stadt Corvey im Weserbogen und den Remtergarten – aus dem Bestand heraus zu stärken und zu einem Gesamtbild zu verknüpfen, erklärt Reschke.

Auf dem Wall sieht der Landschaftsarchitekt vor, den bestehenden Weg auszuweiten und einen neuen Weg entlang der freigestellten Stadtmauer anzulegen. Zwei neue Spielbereiche, Bürgerschaftsgärten und der umgestaltete Berliner Platz als urbaner Treffpunkt sollen die Aufenthaltsqualität verbessern.

Ein weiteres Ziel ist es, die Altstadt mit der Weser enger zu verknüpfen. „Wir planen Sitzstufen am Ufer, die nah ans Wasser heranführen“, sagt Reschke. Eine 70 Meter lange „Horizontbank“ an der Stützwand des Bahndamms bietet genug Platz für Treffpunkte. „Wir möchten die Topographie am Weserufer nutzen“, sagt Reschke. Aussichten sollen mit einer Landschaftstreppe inszeniert werden, in einem Miniatur-Weserbergland sollen Kinder in Zukunft spielen können. „Ein Café am Ufer, Kanuanleger und Uferzugänge schaffen ein attraktives Angebot für alle.“

Im Weserbogen lässt Reschke den „Geschichtspark Corvey“ entstehen. Holzstege lassen ein „Archäologisches Fenster“ im Bereich des ehemaligen Sägewerks entstehen, um den Bereich mit historischen Funden aufzuzeigen, ohne sie zu stören. Zusätzlich plant er einen „Aufzug in die Geschichte“. „Es soll ein Ort werden, der über die Geschichte Corveys informiert und Aussicht auf Corvey heute bietet“, sagt Reschke. Drumherum plant der Landschaftsarchitekt landwirtschaftliche Felder und einen Rundweg, der den Geschichtspark umschließt. Für den Remtergarten im Schlosspark sieht der Entwurf ein Küchengartenkabinett und eine offene Gartenwiese vor.

Bevor die Planungen vertieft werden, stehen nun die Vertragsverhandlungen zwischen der Durchführungsgesellschaft und dem Sieger-Büro an. „Der Entwurf gibt den Rahmen, muss zur Ausführung aber noch ausformuliert werden“, erklärt Landesgartenschau-Geschäftsführer Heinrich Sperling. „Spätestens 2021 werden wir mit der Umsetzung beginnen.“

Öffentliche Ausstellung der Entwürfe in der Marktstraße

Ab Freitag werden die 18 Entwürfe des Wettbewerbs in der Marktstraße 31 (ehemals Schuh Meyer) drei Wochen lang öffentlich präsentiert. Die Ausstellungseröffnung findet am 6. März um 18.30 Uhr statt. „Jeder ist eingeladen, mit einem Sekt auf das Ergebnis anzustoßen“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch. Landschaftsarchitekt Franz Reschke wird seinen Entwurf zudem öffentlich erläutern.

Die Ausstellung ist bis zum 28. März mittwochs (11-19 Uhr), donnerstags (16-19 Uhr), freitags (16-19 Uhr) und samstags (11-16 Uhr mit der Ausnahme vom 7. März wegen des Infomarkts Holzminden) geöffnet. Samstags wird eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Landesgartenschau vor Ort sein, um zu jeder vollen Stunde den Siegerentwurf zu erläutern.

Landesgartenschau präsentiert Ergebnis des Architekturwettbewerbs

Ein wichtiger Meilenstein der Landesgartenschau Höxter 2023 ist erreicht: Am Freitag, den 28.02.2020 kürte die Jury unter Vorsitz von Landschaftsarchitekt Axel Lohrer einstimmig das Büro „Franz Reschke Landschaftsarchitektur“ aus Berlin zum Sieger des Realisierungswettbewerbs.

„Die Arbeit unterstreicht den Grundcharakter der Stadt“, erläutert Juryvorsitzender Lohrer das Fazit des Preisgerichts nach intensiver Prüfung und Diskussion aller 18 eingegangenen Entwürfe. Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch freut sich über das Ergebnis: „Jetzt haben wir erstmals ein konkretes Bild vor Augen, wie das Gelände während der Landesgartenschau und in seiner Dauernutzung aussehen kann.“

Besonders zeichnet sich der Entwurf durch Elemente aus, die die Stadt stärker mit der Weser verknüpfen. „Es sind Kanuanleger vorgesehen, Sitzbänke und Möglichkeiten für Wassersport. Außerdem verknüpft der Entwurf den Wall mit dem Weserufer. Das zeichnet ihn besonders aus“, sagt Koch.

Von den 18 Entwürfen kamen 17 aus Deutschland und einer aus Österreich. „Höxter hat Interesse geweckt: Büros von Wien bis Lübeck und von Köln bis Dresden haben uns ihre Entwürfe geschickt“, sagt Koch. „In Anbetracht der aktuellen Marktsituation ist das eine bemerkenswerte Anzahl“, bewertet Landschaftsarchitekt Lohrer die Einsendungen. Den zweiten Platz belegte das Büro „ST raum a.GmbH“ aus Berlin, den dritten „Club L94 Landschaftsarchitekten GmbH“ aus Köln.

Als nächstes stehen die Vertragsverhandlungen mit dem Sieger-Büro an, darauf folgt die weitere Planung des Geländes. „In etwa einem Jahr beginnen wir mit der Umsetzung“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführer Heinrich Sperling.

Öffentliche Ausstellung der Entwürfe in der Marktstraße

Das Ergebnis soll ab kommender Woche den BürgerInnen öffentlich präsentiert werden. „Jeder ist eingeladen, am 6. März um 18.30 Uhr zur Ausstellungseröffnung in die Marktstraße 31 zu kommen und mit einem Sekt auf das Ergebnis anzustoßen“, sagt Koch. Die Ausstellung ist bis zum 28. März mittwochs (11-19 Uhr), donnerstags (16-19 Uhr), freitags (16-19 Uhr) und samstags (11-16 Uhr mit der Ausnahme vom 7. März wegen des Infomarkts Holzminden) geöffnet. Samstags wird eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Landesgartenschau vor Ort sein, um zu jeder vollen Stunde den Siegerentwurf zu erläutern.

18 Landschaftsarchitekturbüros hatten von September 2019 bis Januar 2020 Entwürfe erarbeitet, über die das Preisgericht nun entschieden hat. Die Jury bestand zum einen aus sieben Landschaftsarchitekten, die als FachpreisrichterInnen die Entwürfe bewerteten. Zum anderen zählten die Stimmen von fünf SachpreisrichterInnen, die die Interessen der Landesgartenschau Höxter vertreten. Abgesehen von der Landesgartenschau-Geschäftsführung Claudia Koch und Heinrich Sperling waren Bürgermeister Alexander Fischer, erste Fördervereinsvorsitzende Ulrike Drees und Aufsichtsratsmitglied Manfred Lorenz an der Auswahl beteiligt.

Den PreisrichterInnen standen außerdem sachverständige BeraterInnen zur Seite, die keine Stimme abgeben durften: Yasmin Yazdi und Peter Mittendorf (Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser), Marcus Weiß (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) sowie Ralf Haffke (Stadt Höxter). Außerdem waren bei der Jurysitzung Thomas Strathmann (Stadt Höxter) und Christian Jürgensmann aus der Vorprüfung sowie jeweils einer/einem VertreterIn pro Fraktion des Rats der Stadt Höxter mit dabei.

Die Ausschreibung erfolgte europaweit. Gesammelt und anonymisiert wurden die Entwürfe vom betreuenden Planungsbüro „plan b“ in Duisburg. Erst nach der Entscheidung am Freitag erfuhren die PreisrichterInnen, welcher Entwurf welchem Architekturbüro zuzuordnen ist. Dieser Vorgang liegt den Richtlinien der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen zugrunde.

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Reihe 1: Ina Bimberg (Landschaftsarchitektin, Iserlohn), Heinrich Sperling (Landesgartenschau-Geschäftsführer), Stephan Lenzen (Landschaftsarchitekt, Bonn), Claudia Koch (Landesgartenschau-Geschäftsführerin), Ulrike Drees (erste Vorsitzende des Fördervereins), Bürgermeister Alexander Fischer
Reihe 2: Hans-Peter Rohler (Dekan TH OWL), Ralf Haffke (Stadt Höxter), Birgit Hammerich (Landschaftsarchitektin, Neustadt a. Rübenberge), Axel Lohrer (Landschaftsarchitekt, München)
Reihe 3: Thomas Strathmann (Stadt Höxter), Hans-Georg Heiseke (UWG), Barbara Rüstemeier (BfH), Werner Böhler (SPD), Ludger Roters (Die Grüne), Manfred Lorenz (Aufsichtsratsmitglied), Elmar Pröbsting (Landschaftsarchitekt, Rheda-Wiedenbrück)
Reihe 4: Martin Hillebrand (FDP), Marcus Weiß (Landschaftsverband Westfalen-Lippe), Peter Mittendorf (Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser), Günther Ludwig (CDU), Yasmin Yazdi (Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser), Christian Jürgensmann (plan b), Matthias Lill (Landschaftsarchitekt, Bonn), Jürgen Landers (plan b) 
© Landesgartenschau Höxter 2023 gGmbH

 

Landesgartenschau informiert in HAWK Holzminden über Wettbewerbsergebnis

Wie wird das Gelände der Landesgartenschau Höxter aussehen? Was erwartet die BesucherInnen im Jahr 2023 und wie wird die Landesgartenschau zum Mehrwert für die gesamte Region? Diese und viele weitere Fragen beantworten die Landesgartenschau-Durchführungsgesellschaft, die Stadtverwaltung Höxter und der Förderverein beim Infomarkt in Holzminden am 7. März 2020. Von 10.30 bis 12 Uhr findet die Veranstaltung mit Kaffee und Kuchen in der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Holzminden statt.

„Wir freuen uns, den Besucherinnen und Besuchern des Infomarktes erstmals das Ergebnis unseres Architektenwettbewerbes vorzustellen, das seit Ende Februar feststeht. Jetzt wissen wir, wie das Gelände der Landesgartenschau 2023 aussehen wird“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführerin und Höxters Baudezernentin Claudia Koch. „Ein Ziel der Infomärkte ist es, den Besucherinnen und Besuchern die geplanten Maßnahmen zu erläutern. Nun können wir endlich konkret werden. Natürlich möchten wir uns auch nach wie vor mit den Bürgerinnen und Bürgern über ihre Ideen austauschen, um diese in den Architekturentwurf einzubinden oder in das Veranstaltungsprogramm aufzunehmen.“

„Ein weiteres Ziel unserer Infomärkte ist es, lokale Akteurinnen und Akteure über Ortschafts- und Landesgrenzen hinaus miteinander zu vernetzen“, sagt Höxters Bürgermeister Alexander Fischer. „Die Landesgartenschau ist nicht nur für Höxter wichtig, sondern für die gesamte Region. Wir können als Team durch diese Großveranstaltung den Tourismus und die Wirtschaft im Weserbergland weiter stärken.“

Der Förderverein freut sich besonders, dass sowohl die Stadt Holzminden als auch der Landkreis bereits VereinsmitgliederInnen sind. „Wir wollen die ganze Region einbeziehen und das ist ein sehr positives Zeichen“, sagt die erste Vorsitzende Ulrike Drees. Der Landkreis Holzminden war im Dezember 2019 als Mitglied in den Förderverein eingetreten. „Die Landesgartenschau ist eine Veranstaltung, die die Attraktivität unserer Region erheblich steigern kann“, sagt Holzmindens Landrat Michael Schünemann. „Deshalb ist es uns sehr wichtig, die Landesgartenschau nun auch als Fördervereinsmitglied zu unterstützen.“

Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul freut sich auf die Veranstaltung in der HAWK. „Höxters Entscheidung, die Landesgartenschau 2023 auszurichten, möchten wir als Nachbarstadt unterstützen. Wir freuen uns, den Infomarkt in unserer Stadt ausrichten zu können und hoffen, dass viele Holzmindenerinnen und Holzmindener am 7. März vorbeikommen, um sich zu informieren und der Durchführungsgesellschaft ihre Ideen mitzuteilen.“

Die Infomärkte finden bis Ende 2020 in allen Ortschaften Höxters und den Nachbarkommunen statt. Jeder ist herzlich eingeladen mitzumachen und kann jederzeit von 10.30 bis 12 Uhr nach Belieben vorbeikommen. Zu Beginn wird ein kurzer Einführungsvortrag gehalten. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Höxter sucht den Landesgartenschau-Song

Ob klassisch, rockig, gerappt oder a capella: Die Landesgartenschau sucht ab sofort einen selbstkomponierten Landesgartenschau-Song, der als Ohrwurm schon jetzt Lust auf die Landesgartenschau 2023 macht. Teilnehmen können BürgerInnen, Vereine, Schulklassen, Chöre und alle weiteren Gruppen. Die Siegerin oder der Sieger darf sein Lied in einem professionellen Tonstudio aufnehmen, sodass der Song anschließend vielfältig vor und während der Landesgarten-schau eingesetzt werden kann.

„Uns ist wichtig, dass der Liedtext einen Bezug zur Landesgartenschau hat und mit einer eingängigen Melodie ein echter Ohrwurm wird“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch. „Deswegen muss die Einsendung auch ein fertig arrangiertes Musikstück sein. Für die Aufnahme reicht aber ein Smartphone, es muss keine professionelle Tonstudio-Aufnahme sein.“

„Der Einsendeschluss ist am 31. Mai 2020“, fügt Landesgartenschau-Geschäftsführer Heinrich Sperling hinzu. „Damit haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer genug Zeit, den Landesgartenschau-Song zu komponieren.“ Eine fachkundige Jury wird aus allen TeilnehmerInnen maximal zehn auswählen, die am 10. Juni 2020 ihren Song im Rahmen einer Live-Show in Höxter präsentieren. Anschließend küren die Jury und das Publikum die Siegerin oder den Sieger. Im Juli folgt die professionelle Aufnahme im Tonstudio. „Im August werden wir den fertigen Siegersong präsentieren.“

Abgesehen von der Musik-Datei im .mp3-Format müssen alle TeilnehmerInnen auf dem Teilnahmebogen Landesgartenschau-Wettbewerb „Mein LGS-Song“ den selbstgedichteten Liedtext und eine kurze Beschreibung zur Idee und zum Hintergrund des Liedes einreichen. Zudem muss der Bogen Erklärung zur Übertragung von Nutzungsrechten ausgefüllt und unterschrieben beigefügt werden. Beide Bögen sind auf der Internetseite der Stadt Höxter verfügbar. Es können nur Vorschläge berücksichtigt werden, wenn alle nötigen Formulare ausgefüllt sind. Die ausgefüllten Formulare und Aufnahmen können entweder im Stadthaus in Höxter abgegeben werden  (zum Beispiel auf einem USB-Stick) oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschickt werden. Zudem sollten alle TeilnehmerInnen bereit sein, bei der Live-Show am 10.06.2020 in Höxter vor Publikum aufzutreten.

Mit der Einsendung räumen die TeilnehmerInnen der Landesgartenschau Höxter 2023 gGmbH das zeitlich und räumlich uneingeschränkte Nutzungsrecht an der eingereichten Aufnahme für alle Nutzungsarten, insbesondere auch das Bearbeitungsrecht, ein und erklären, dass der Entwurf frei von Rechten Dritter ist. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Dokumente:

pdfLGS-Song Wettbewerb - Teilnahmebogen

pdfLGS-Song Wettbewerb - Teilnahmebedingungen und Nutzungsrechte.pdf