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Urgeschichtliche Besiedlungsspuren gefunden

Bei den Bauarbeiten für die Landesgartenschau sind am Weserufer Spuren einer urgeschichtlichen Besiedlung im Bereich der Landschaftsscholle aufgetaucht. Optisch waren es zunächst nur dunkle Verfärbungen im Erdreich. „Es handelt sich um drei Pfostengruben und mehrere Lehmentnahmegruben. Da hat also mal ein Wohnhaus oder ein Nebengebäude gestanden“, erläutert LGS-Archäologe Ralf Mahytka, der die Bauarbeiten begleitet. Er schätzt, dass die Befunde aus vorchristlicher Zeit stammen und damit mehr als 2000 Jahre alt sind. Die genaue Datierung steht noch aus.

Die Bauarbeiten für die Landesgartenschau erfolgen eben in einem sehr geschichtsträchtigen Terrain, deswegen müssen alle Beteiligten sensibel vorgehen. Genau das ist jetzt geschehen: Ralf Mahytka hat die Befunde im Bereich des alten Bahnhofs gesichert und dokumentiert, damit anschließend die Bauarbeiten weitergehen können. „Dort auf der Anhöhe direkt an der Weser haben vor mehr als 2.000 Jahren also Menschen gewohnt – sicher vor Hochwasser und in der Nähe des Flusses, der Fische und reichlich Wasser bot“, sagt der Archäologe.

Auch in vorchristlicher Zeit sei das vermutlich eine super Wohnlage gewesen. „Ein idealer Siedlungsplatz.“ Er erklärt die dunklen Verfärbungen so: „Man hat dort ein Loch gegraben, um zum Beispiel Lehm zum Bauen zu gewinnen und es anschließend mit Müll gefüllt.“ Sprich: Die Bewohner des Hauses haben dort beispielsweise Essensreste oder Abfälle hineingeworfen, die beim Verrotten zu braunem Humus wurden. „Ich habe auch eine Handvoll Scherben gefunden“, so der LGS-Fachmann weiter. Eigentlich sei im Bereich der Landschaftsscholle gar nicht mit archäologischen Befunden gerechnet worden. „Das ist eine der unverdächtigsten Stellen.“

Ralf Mahytka hat die Stellen„feingeputzt“, wie der Fachmann sagt: „Ich habe sie krümelfrei gemacht, fotografiert, beschrieben, digital eingemessen und die Keramik entnommen.“ Die Befunde werden wieder zugeschüttet, bleiben also im Boden. „Dort sind sie am besten geschützt“, sagt Mahytka. Eine archäologische Grabung sei deshalb nicht notwendig. Die Bauarbeiten für die Landesgartenschau werden fortgesetzt. Sie gehen nicht so tief ins Erdreich, dass sie die urzeitlichen Siedlungsreste gefährden könnten.

Die Arntz Optibelt Gruppe wird Premiumsponsor der Landesgartenschau 2023

Das familiengeführte Industrieunternehmen mit internationaler Strahlkraft bekennt sich zum Stammsitz Höxter und setzt auf Nachhaltigkeit.

Höxter. Eineinhalb Jahre vor Eröffnung der Landesgartenschau 2023 präsentiert die Gartenschaugesellschaft Höxter ihren ersten Premium-Sponsor: Das traditionsreiche Unternehmen Arntz Optibelt, größter Arbeitgeber vor Ort, unterstützt das Projekt zur Stadtentwicklung ideell und materiell und legt damit ein öffentliches Bekenntnis zu seinem Stammsitz ab. Der Sponsorenvertrag wird/wurde heute (29.10.21) im Historischen Rathaus besiegelt.      

„Die Welt ist in Bewegung – wir treiben sie an.“ Dieser Satz bringt das Geschäftsmodell von Arntz Optibelt auf den Punkt. Anno 1872 gründete Emil Arntz in Höxter ein Unternehmen zur   Produktion von Gummifäden und technischen Gummiprodukten. Fast 150 Jahre später ist aus diesem „Startup“ einer der weltweit bedeutendsten Hersteller von Hochleistungs-Antriebsriemen und spezifischen Antriebslösungen für die verschiedensten Branchen geworden – familiengeführt, bodenständig, innovativ und stets auf Expansionskurs. „Wir setzen auf kompromisslose Qualität, auf Langlebigkeit und auf Nachhaltigkeit“, erklärt Geschäftsführer Reinhold Mühlbeyer. 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an acht Produktionsstandorten und 33 Vertriebsniederlassungen in 30 Ländern stehen für die Erfolgsgeschichte der Unternehmensgruppe.

„Wir freuen uns über die vielfältigen Investitionen und über die nachhaltigen Impulse, die die Landesgartenschau für die Entwicklung der Stadt Höxter mit sich bringen“, sagt Optibelt Geschäftsführer Konrad Ummen, der Ur-Ur-Ur-Enkel von Emil Arntz. „Es ist für uns selbstverständlich, dass wir diese positive Entwicklung antreiben – für die Lebensqualität unserer Mitarbeitenden und aller Menschen in Höxter, aber auch, um auswärtigen Partnern  und Gästen die Qualitäten und die Bedeutung  dieses schönen Ortes in Verbindung mit unserer Unternehmensgruppe näher zu bringen.“

Bürgermeister Daniel Hartmann betont: „Die Partnerschaft mit der Arntz Optibelt Gruppe ist ein wichtiger Meilenstein für die Umsetzung aller Projekte, aus denen sich das Bild zum großen Puzzle LGS zusammensetzen wird. Denn diese einzigartige Chance zur nachhaltigen Stadtentwicklung ist nicht allein durch Fördermittel des Landes NRW, aus Eigenmitteln der Stadt Höxter, aus Eintrittsgeldern zur Landesgartenschau oder durch Spender oder Gönner zu finanzieren. Es braucht auch privatwirtschafliches Engagement. Wir sind stolz, dass das größte Unternehmen unserer Stadt hinter dieser Idee steht.“

Claudia Koch, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Höxter 2023 gGmbH, sagt: „Wir hoffen, dass das Sponsoring von Arntz Optibelt auch viele weitere Unternehmen und Akteure aus der Region dazu animiert, sich in ähnlicher Weise zu engagieren. Denn nur gemeinsam können wir einen großen Entwicklungsschritt für Höxter erreichen.“

Im Vorfeld und während der Landesgartenschau 2023 wird sich Arntz Optibelt in das Gesamtkonzept des Großereignisses mit vielfältigen Aktionen rund um Technik und Natur aktiv einbringen. „Ohne hochwertige Antriebslösungen wäre es gar nicht möglich, die umfangreichen Bauarbeiten zur Aufwertung der Stadt Höxter in solch kurzer Zeit zu realisieren“, betont Jan Holsteg, Geschäftsführer der Landesgartenschau Höxter 2023 gGmbH.

Bauzaun versetzt: Boulebahn auf der Weserpromenade wieder frei

Die Boulebahn auf der Weserpromenade ist wieder bespielbar. Für die umfangreiche Umgestaltung der Weserpromenade wurde die Baustelle vor einigen Tagen eingezäunt.

Innerhalb des öffentlich nicht mehr zugänglichen Bereichs lag zunächst auch die Boulebahn. Dann kam LGS-Geschäftsführer Jan Holsteg bei seiner abendlichen Joggingrunde darauf zu, dass drei junge Männer unter Missachtung der Absperrung dem französischen Kugelspiel frönten.

Bedarf erkannt, Problem gebannt: Holsteg ließ direkt am nächsten Tag den Bauzaun so versetzen, dass die Boulebahn nun wieder öffentlich zugänglich ist. „Es soll niemand auf die schöne Freizeitbeschäftigung Boule verzichten müssen, solange die Arbeiten an der Verschönerung der Weserpromenade dies zulassen“, so Holsteg.

Hopfenhecke im Weserbogen gepflanzt

Die Landesgartenschau-Gesellschaft hat auf dem Corveyer Feld eine lange Hopfenhecke im Karree gepflanzt. „808 Hopfenpflanzen haben wir in die Erde gesetzt“, berichtet Magdalene Winkelhorst, Landschaftsarchitektin bei der Landesgartenschau. Im Weserbogen soll zum Großereignis in 2023 eine Ruheinsel entstehen, die von einer großen Hecke umgeben ist.

Mehrere Meter hoch kann der Hopfen wachsen, dessen Früchte man sonst zum Bierbrauen verwendet. Wenn die Pflanzen richtig angegangen sind, soll noch ein hölzernes Rankgerüst folgen, ähnlich wie man es bei Erbsen verwendet.

„Der Hopfen braucht Zeit zum Anwachsen und verwurzeln, damit er 2023 voll anschiebt“, erklärt die Fachfrau von der Gartenschau-Gesellschaft. Eine grüne Wand wird also die etwa 2.400 Quadratmeter große Fläche umgeben, auf der zur Landesgartenschau eine Obstplantage entstehen soll. Die Besucher werden über den rekonstruierten Hellweg über eine Blumeninsel dorthin gelangen.

24 Apfel-und Quittenbäume werden in der Ruheinsel aufgestellt. Die Sorten sollen so gewählt werden, dass man sich ein halbes Jahr lang mit dem Obst versorgen könnte, erklärt Magdalene Winkelhorst: „Vom frühen Klarapfel, den man schon im Sommer ernten kann, bis zum Lagerapfel, der den Winter über hält.“ Die Bäume werden in sogenannten Spingrings angeliefert.

Das sind neuartige, luftdurchlässige Kübel, in denen sich die Wurzeln besonders gut entwickeln, was für das Anwachsen von Vorteil ist. An dieser Stelle im Weserbogen kann nichts tief eingegraben werden, weil in der Erde das Bodendenkmalder versunkenen Stadt Corvey liegt. Deshalb sollen die Obstbäume später ihren endgültigen Platz in einer Streuobstwiese auf dem Gartenschaugelände bekommen.

Grundschüler suchen mit dem Archäologen Scherben der versunkenen Stadt Corvey

Die Gummistiefel sind voller Erde und die Tüten voller geheimnisvoller Scherben, die von der Vergangenheit erzählen: 22 Grundschüler aus Ottbergen haben mit dem Archäologen der Landesgartenschau Höxter auf einem Feld nach Überresten der Stadt Corvey gesucht. „Die Gelegenheit ist günstig, weil der Acker gerade gepflügt wurde und die Bauarbeiten für den Geschichtspark noch nicht begonnen haben“, sagt Ralf Mahytka. Einen Vormittag lang stapfen die Viertklässler mit ihm über den Weserbogen und fühlen sich wie kleine Forscher.

Emma und ihre Mitschüler buddeln mit Begeisterung: „Ich habe eine Scherbe gefunden, die ist 700 oder 800 Jahre alt“, sagt die Neunjährige und zeigt stolz ihr tönernes Fundstück – wenige Zentimeter klein, ein bisschen gebogen und auf den ersten Blick ganz unscheinbar braun. Tatsächlich gab es hier an dieser Stelle im Mittelalter die versunkene Stadt Corvey. „Die war sogar riesig für mittelalterliche Verhältnisse – ungefähr 50 Fußballfelder groß“, erklärt Fachmann Ralf Mahytka den Kindern und Lehrerinnen. Befestigt war die Stadt Corvey mit Graben, Wall und Palisaden darauf.

1265 wurde die Stadt von den Höxteranern mit der Hilfe des Paderborner Bischofs zerstört – erst geplündert und dann niedergebrannt. „Die haben die Stadt ausgeraubt, weil sie eifersüchtig waren“, hat eine Schülerin zuvor im Unterricht gelernt. Tatsächlich gönnten die Höxteraner den Nachbarn den wirtschaftlichen Erfolg und den Brückenzoll nicht - Corvey hatte eine eigene Weserbrücke. Die Bewohner zogen vermutlich nach dem Überfall weg.
„Erst wuchs Gras über die Ruinen und irgendwann wurde der Bereich beackert“, berichtet der Gartenschau-Historiker. Um 1600 sollen nach der Überlieferung noch Reste der Stadt zu sehen gewesen sein. Doch wiederaufgebaut wurde die Stadt Corvey nie, es entstand eine sogenannte Stadtwüstung.

Eine ganze mittelalterliche Stadt im Erdreich versunken – eine archäologische Seltenheit. Im Untergrund bei Corvey schlummern noch die steinernen Kellergrundrisse der Gebäude – nicht mal einen halben Meter unter der Oberfläche.
„Woher kommen die vielen Scherben?“, wollen die Grundschüler wissen. „Die Leute benutzten Tongefäße. Die haben sie weggeworfen, wenn sie kaputt waren“, sagt Mahytka zu den Kindern. Auch Lehrerin Verena Kröger wird fündig: „Ich habe ein Stück von einem mit Rollstempel verzierten Tongefäß gefunden und einen Henkel“, strahlt die Pädagogin von der Ottberger Grundschule. Archäologe Ralf Mahytka zeigt Corveyer Kugeltöpfe aus früheren Grabungen und hält den Henkel dran: „Passt 1a“.

Dann ist Brotzeit am nebligen Morgen: „Ihr frühstückt gerade mitten im Stadtzentrum von Corvey, quasi auf dem Marktplatz“, sagt Ralf Mahytka und zeigt in Richtung Weser, wo man ein Pfahlfundament der Brücke gefunden hat. Hier verlief die alte Handelsstraße Hellweg: „Die Straße hier hieß Brückenstraße. Das ist überliefert.“ Nachdem alle aufgegessen haben, erzählt der Gartenschau-Mitarbeiter vom Chirurgen von der Weser, dessen Operationsbesteck man nur wenige Schritte entfernt gefunden hatte. „Zum Beispiel ein Schabeisen, mit dem man die Haut vom Kopf löste.“ Die Reaktionen der Kinder reichen von „Iihhh“ bis „cool“.

Die mitgebrachten Plastiktüten füllen sich immer mehr, langsam werden die Rucksäcke schwer. „Wenn wir jetzt war Tolles finden, kriegen wir dann Finderlohn?“, fragt ein Junge. Da muss ihn Mahytka enttäuschen: „Eigentlich ist es sogar verboten, bei einem Bodendenkmal zu suchen. Das geht nur ausnahmsweise und unter fachlicher Aufsicht“, betont er. Sondengänge auf eigene Faust seien tabu.

Überhaupt werde heute nur noch selten gegraben, man benutzt dafür moderne Verfahren wie Radar und Magnetik. „Am besten halten die Funde, wenn sie im Boden drin bleiben. Ausgraben heißt auch zerstören“, weiß der Archäologe. Zur Landesgartenschau soll die Stadt deshalb zum Beispiel mit Hörspielen, dem Umriss der Kirche und einer Rekonstruktion des Hellwegs erlebbar gemacht werden. Das zu begleiten, ist Mahytkas Aufgabe.

„Die Kinder können sich gar nicht losreißen, die wollen gar nicht nach Hause“, lacht Lehrerin Verena Kröger. Was die Kinder entdeckt haben, dürfen sie mitnehmen. „Wir werden die Funde in der Schule waschen und genau anschauen“, sagt die Lehrerin. Mit den Schätzen sicher verstaut im Rucksack geht es heimwärts Richtung Ottbergen. Und mit mehr Wissen über Höxters und Corveys Vergangenheit in den Köpfen.

Die Landesgartenschau für 33 Cent pro Tag täglich erleben

In genau 50 Tagen startet der Vorverkauf der Dauerkarten zur Landesgartenschau Höxter 2023 – mit 50 Prozent Rabatt. Schwerbehinderte, junge Menschen und besonders engagierte Personengruppen erhalten zusätzliche Vergünstigungen. 

Höxter. Am 18. November 2021 startet die Landesgartenschau-Gesellschaft Höxter die erste Phase des Vorverkaufs von Dauerkarten für die Landesgartenschau 2023. Wer als „Frühbucher“ im Zeitraum vom 18.11.21 bis zum 31.01.22 eine Dauerkarte erwirbt, erhält einen Preisvorteil von 50 Prozent. „Ein tolles Angebot für wirklich kleines Geld“, freut sich Höxters Bürgermeister Daniel Hartmann.

Die Dauerkarte kostet in diesem Zeitraum für Erwachsene 60 Euro. „Die Inhaber dieser Dauerkarte können so mehr als 1.000 Veranstaltungen an 180 Tagen leben. Das sind umgerechnet 33 Cent pro Tag“, rechnet LGS-Geschäftsführerin Claudia Koch vor.

Bestimmte Personengruppen bekommen auf die Dauertickets 5 Euro Ermäßigung. Dazu gehören Schwerbehinderte (ab 60 % Behindertengrad), Schüler und Studierende ab 18 Jahre, Auszubildende, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Inhaber des Huxori-Passes, Inhaber des Ehrenamtspasses, Inhaber des Jugendleiterpasses (Juleica) und Mitglieder des Fördervereins Landesgartenschau.

Minderjährige Kinder dürfen die Landesgartenschau in Höxter mit einer Dauerkarte kostenlos besuchen. „Wir erheben lediglich eine Bearbeitungspauschale von fünf Euro pro Kind über 2 Jahren für die Produktion des Besucherausweises“, erklärt Jan Holsteg. Es handelt sich dabei um eine personalisierte Chipkarte mit Foto. So hätten alle Höxteraner Kinder gegen ein einmaliges geringes Entgelt die Möglichkeit, die vielen neuen Spielplätze der Gartenschau vom Frühling bis in den Herbst zu benutzen. Für allen anderen sind in der Zwischenzeit an der Grünen Mühle, in der Neuen Straße sowie dem Schulzentrum weitere tolle Spielmöglichkeiten in der Stadt entstanden, ergänzt Claudia Koch. „Wir bauen durch den freien Eintritt für Kinder Familienfreundlichkeit ein“, unterstreicht auch Bürgermeister Hartmann.

„In diesem Jahr ist eine Dauerkarte für die Landesgartenschau 2023 ein ideales Weihnachtsgeschenk“, sagt er. Wer sich bereits in der ersten Vorverkaufsphase eine Karte besorge, profitiere von dem hohen Rabatt. Dass die Höxteraner dadurch preisgünstig Zugang zum LGS-Gelände bekommen können, begrüßten auch die  Mitglieder des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung der Landesgartenschaugesellschaft Günther Ludwig (CDU), Karin Wittrock (CDU), Hans-Josef Held (SPD), Barbara Rüstemeier (Bürger für Höxter), Ludger Roters (Bündnis90/Die Grünen), Hans-Georg Heiseke (UWG) und Martin Hillebrand (FDP).

Die Höxteraner hätten aber auch ohne Dauerkarte nach wie vor die Möglichkeit, auf dem Wall und an der Weserpromenade spazieren zu gehen, betont Claudia Koch: „Nur der obere Teil des Walls wird LGS-Gelände, und der eintrittspflichtige Bereich auf der Weserpromenade beginnt erst an der Grubemündung.“ Der neu gestaltete Bereich am Dampferanleger, die große Sitztreppenanlage und auch die „längste Bank NRWs“ seien jederzeit für alle zugänglich. Im Anschluss an das Großevent kommen ja alle Bewohner in den Genuss einer rausgeputzten Stadt mit herausragenden Spielanlagen, neuem Stadtmobiliar, fortschrittlichen Mobilitätsangeboten, modernen Fahrradabstellanlagen, deutlichen Verbesserung im Hinblick auf die Barrierefreiheit sowie lebenswerten Stadtplätzen und Erlebnisräumen im Grünen mit vielen neuen Bäumen.“

Eingängige Hymne für die Landesgartenschau Höxter 2023

Rund 800 Menschen feiern den Siegersong „Höxter ist unser Ding“ von Martin Tilgner und Sebastian Hegener. „Ich bin, Du bist, Höxter, das sind wir“ – der frischgekürte offizielle Song der Landesgartenschau Höxter 2023 hat von den ersten Tönen an absolute Ohrwurmqualitäten. Wer ihn hört, bekommt neben guter Laune die Melodie so schnell nicht aus dem Kopf.  

Am Samstagabend stand um Punkt 21.47 Uhr nach einem extrem spannenden Contest fest, wer in der Gunst von Jury und Publikum am weitesten vorn lag: Martin Tilgner und Sebastian Hegener mit ihrem eigens für die LSG komponierten Song „Höxter ist unser Ding“. Die dynamische Hymne überzeugte sowohl in der Publikumswertung, die den lautesten Applaus mit der höchsten Punktzahl versah, als auch in der Jurywertung, zusammengetragen von Sopranistin Leonore von Falkenhausen, Agenturinhaber und Veranstalter Stefan Friedrich, Radio Hochstift-Reporter Dirk Bendfeld und Popsänger Mike Leon Grosch. 

Rund 800 Menschen waren auf den Floßplatz gekommen, um den Song Contest vor schönster frühherbstlicher Höxteraner Kulisse zu verfolgen und ihre Favoriten zu unterstützen. Besonders viele Fans brachte die Gemeinschaftsgrundschule Ottbergen mit: unzählige Familienmitglieder und Freunde, die lautstark applaudieren und mit Trillerpfeifen ordentlich Lärm machten.  

Von Rock über Schlager bis zum Gospel waren beim Song Contest nahezu alle musikalischen Genres vertreten. Vergleiche der auftretenden Musikerinnen und Musiker mit Udo Jürgens, Joe Cocker oder Juliane Werding belegten die hohe künstlerische Qualität der Darbietungen. Aus den 21 Einsendungen hatte die Jury im Vorfeld zehn Finalisten bestimmt, die live ihre Songs performten. Großes Lob für alle kam auch von Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch: „Bei jedem Song habe ich mitgefiebert. Ich bin wirklich stolz auf Höxter, dass wir so wunderbare Künstler hier haben! Besonders freue ich mich über den Siegertitel, wir haben einen tollen Song für Höxter gefunden!“

Dabei musste es für „Höxter ist unser Ding“ ganz schnell gehen. Denn Entertainer Sebastian Hegener war quasi in letzter Minute eingesprungen, nachdem die ursprüngliche Sängerin schwangerschaftsbedingt am Samstag nicht dabei sein konnte. Hobby-Pianist Martin Tilgner aus Höxter, aus dessen Feder der Song stammt, fragte den Berufsmusiker Hegener an, der durch eine Reihe von Castingshows bekannt geworden war, nicht lange überlegte und begeistert dabei war. Die beiden eroberten Jury und Publikum und legten so einen Senkrechtstart hin.

Platz zwei belegte die Gemeinschaftsgrundschule Ottbergen mit 22 Jungs und Mädchen aus der vierten Klasse und dem fröhlichen Gute-Laune-Lied „Mit einer Blume im Knopfloch“. Als Sonderpreis wurden die Schülerinnen und Schüler von den LGS-Geschäftsführern Claudia Koch und Jan Holsteg eingeladen, ihren Song auf der offiziellen Eröffnungsfeier der Schau im Frühjahr 2023 nochmals live zu präsentieren. 

DSDS-Finalist Joshua Tappe aus Höxter rangierte beim Landesgartenschau Song Contest auf Platz drei mit „La-la-la-Landesgartenschau“. Weitere Auftretende waren der Chor Living Voices, Claus Appel (extra vom Bodensee in die Heimat gereist), Daniel Rodenberg, Lothar Pohlschmidt, Thomas und Pia Golüke, Jonas Fischer und Marita Klinke. Für das Team der Landesgartenschau Höxter 2023 ging mit dem Finale des Song Contests ein aufregender Tag zu Ende, denn am Vormittag war beim Baggerfest der offizielle erste Spatenstich – vielmehr: der erste Baggerhub - vorgenommen worden. Den Baubeginn feierten rund 300 Gäste aus Politik und Verwaltung, Institutionen, dem Landesgartenschauumfeld, Förderverein und Stadtbevölkerung am Dampferanleger.  

Hier geht's zu den Fotos vom Landesgartenschau-Songcontest. Auf der Seite gibt's den Auftritt auch im Video.

Baggerhub statt Spatenstich zum offiziellen LGS-Baubeginn

Der Dimension des Großprojektes zur Stadtentwicklung entsprechend wurde der obligatorische 1. Spatenstich zur Landesgartenschau Höxter 2023 mit schwerem Gerät durchgeführt - zur Überraschung der aus Düsseldorf angereisten Politprominenz.   

Es war eine junge Frau, die am Samstagmittag, 25. September, den offiziellen Start zu den umfangreichen Bauarbeiten im Vorfeld der Landesgartenschau 2023 ausführte: Michelle Stölting, Baggerführerin von der Firma Kögel Bau, grub ihre mächtige Baggerschaufel in die Weserböschung. Rund 300 Gäste hatten sich zum Baggerhub mit Bürgerfest am Dampferanlager eingefunden. 
 
Bürgermeister Daniel Hartmann ließ den herkömmlichen Spaten, den er im vergangenen Jahr von der Landesgartenschau-Stadt 2020 Kamp Lintfort quasi als Staffelstab übergeben bekommen hatte, neben dem Rednerpult stehen. „Aufgrund der Dimension der anstehenden Bauarbeiten in unserer Stadt ist ein symbolischer Spatenstich nicht ausreichend – hier ist schweres Gerät notwendig“, sagte er. 
 
Die aus Düsseldorf und Detmold angereiste Politprominenz hatte es nicht erwartet, beim 1. Spatenstich mit einem Bagger konfrontiert zu werden, zeigte aber keine Berührungsängste mit dem kolossalen Baugerät. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach kletterte direkt auf die Baggerkette. „Eine Landesgartenschau ist immer eine große Chance für langfristige Investitionen in den in den öffentlichen Raum“, hatte sie zuvor gesagt. Knapp 9 Millionen Euro an Städtebauförderung hat ihr Ministerium bisher für das Projekt in Höxter bewilligt. Scharrenbach betonte: „Eine Stadt zukunftsorientiert umzubauen, das heißt heute den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und gleichzeitig ein lebenswertes Umfeld für die Bürgerinnen und Bürger zu gestalten.“ 
 
NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser unterstützt mit ihrem Ressort finanziell das, was hinter den Kassenhäuschen der Landesgartenschau passiert. „Landesgartenschauen sind ein ganz tolles und echt erfolgreiches Instrument, um die Lebens- und Umweltqualität in unseren Städten und Gemeinden zu verbessern“, sagte sie. „Gartenschauen leisten einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, zum Ausbau der grünen Infrastruktur und im Kampf gegen den Klimawandel. Sie sind Orte der Begegnung für Jung und Alt.“ 
 
Beide Ministerinnen und Bürgermeister Hartmann hoben das große Engagement des heimischen Landtagsabgeordneten Matthias Goeken um die LGS-Realisierung hervor. 

Regierungspräsidentin Judith Pirscher sprach von einer Zeitreise, die die Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau 2023 erwartet. „Sie werden eine Stadt kennenlernen, die mit ihrer Geschichte bewusst umgeht und die Tradition und Wandel verbindet. Mit der Landesgartenschau werden die drei herausragenden W´s der Stadt Höxter zu einem Ganzen verwoben: Die Weser, die historischen Wallanlagen und die Welterbestätte Corvey.“   
 
Hans Christian Eckhardt von der Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege (LAGL) hob die Bedeutung vieler ehrenamtlicher Helfer hervor: „Eine Landesgartenschau kann nur funktionieren, wenn es auch in der Region ehrenamtliche Vereine, Bürger, Initiativen und Fördervereine gibt, die ihren Beitrag zum Gelingen dazu steuern.“  
 
Die beiden Landesministerinnen und Bürgermeister Hartmann bitten die Bevölkerung um Verständnis und Langmut für die zahlreichen Baustellen und Verkehrsbehinderungen, die nun bis zum Frühjahr 2023 in Höxter entstehen. „Es wird sich lohnen“, ist sich Heinen-Esser sicher.  
 
Was konkret entsteht und wie schön es werden wird, das erläuterten anschließend die beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau Höxter 2023 gGmbH, Claudia Koch und Jan Holsteg, interessierten Gästen bei mehreren Geländeführungen am Rande des gut besuchten Bürgerfestes mit Livemusik und vielfältigem Programm für Groß und Klein.

 
Pressekontakt 
Uwe Wollgramms – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! – 0170 2813127

Drei neue Sitzbankmodelle für die Landesgartenschau Höxter

Zwei Wochen lang hatten die Höxteranerinnen und Höxteraner Zeit, über die neuen Sitzbänke für die Landesgartenschau Höxter 2023 abzustimmen. Nun stehen die drei Gewinnermodelle fest, die zur Gartenschau in rund zwei Jahren auf dem Wall, an der Weser und im Remtergarten in Corvey aufgestellt werden.

„Wir möchten uns bei allen Höxteranerinnen und Höxteranern bedanken, die in den vergangenen zwei Wochen die Sitzbänke auf Komfort und Optik getestet und anschließend bewertet haben“, sagt Bürgermeister Daniel Hartmann. „Da die Bänke auch nach der Landesgartenschau in Höxter bleiben werden, war uns wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit bekommen, sich an der Entscheidung zu beteiligen.“

Für die zukünftig umgebaute Weserpromenade und die Stadtplätze haben sich die Höxteranerinnen und Höxteraner für einen Sessel und Hocker aus unbehandeltem Holz entschieden. Auf dem Wall werden ab 2023 Sitzbänke ebenfalls mit Holzoberfläche und durchgehenden Armlehnen stehen. Im Remtergarten in Corvey haben sich die Bürgerinnen und Bürger für das hellere Modell aus unbehandeltem Holz entschieden. Das Ergebnis fiel bei allen drei Musterbänken eindeutig aus.

Mit Ende der Abstimmung sind die Bänke am Montag wieder abgebaut worden. „Bei den Sitzmöbeln handelte es sich um Muster, die wir wieder zurückgeben müssen“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch. „Auch wenn es noch rund zwei Jahre bis zur Landesgartenschau sind, haben wir das Voting schon jetzt durchgeführt, da wir das Ergebnis nun in die Ausschreibung der Geländeteile für die Garten- und Landschaftsbauer einfließen lassen.“ Zur Landesgartenschau 2023 werden die Bänke dann neu und in der entsprechenden Stückzahl bestellt.

Vom 27. Februar bis 14. März 2021 hatten die Höxteranerinnen und Höxteraner Zeit, die Musterbänke zu testen und anschließend auf der Internetseite der Landesgartenschau abzustimmen. Insgesamt haben rund 700 Bürgerinnen und Bürger am Voting teilgenommen.

Drei neue Sitzbankmodelle für die LGS

Die Übersichtskarte zeigt, wo in Höxter welches Modell ab 2023 stehen wird.

Höxteranerinnen und Höxteraner können über neue Sitzbänke entscheiden

Rund zwei Jahre vor Eröffnung der Landesgartenschau Höxter 2023 laufen die Planungen und Vorbereitungen auf Hochtouren. Wie auch schon in der Vergangenheit legt die Durchführungsgesellschaft dabei großen Wert auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Deswegen können alle Höxteranerinnen und Höxteraner ab dem 27. Februar 2021 online für neue Sitzbänke abstimmen, die im Zuge der Landesgartenschau aufgestellt werden.

An drei Standorten in Höxter stehen nun jeweils zwei Bankmodelle. „Es gibt zwei Varianten auf dem Wall, zwei im Bereich der Weser und zwei in Corvey“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch. „Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger ist es, die verschiedenen Sitzbänke auf ihren Komfort und ihre Optik hin zu testen und online mitzuentscheiden, welche Modelle wir in Höxter aufstellen werden.“

„Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis“, sagt Bürgermeister Daniel Hartmann. „Da die ausgewählten Bänke natürlich auch nach der Landesgartenschau 2023 in Höxter stehen bleiben werden, ist diese Entscheidung sehr wichtig. Ich hoffe, dass viele Höxteranerinnen und Höxteraner an dem Voting teilnehmen werden.“

Damit die jeweiligen Modelle in ihre neue Umgebung passen, gibt es unterschiedliche Sitzbänke für die drei Bereiche Wall, Weser und Corvey. „Im Remtergarten in Corvey stellen wir zum Beispiel zwei Sitzbänke zur Auswahl, die durch ihre geschwungenen Beinformen nostalgisch wirken“, sagt Koch. Die Sitzmöbel auf dem Wall hingegen sehen zeitloser aus, die an der Weser modern.

Die zwei neuen Sitzbänke für die Wallanlagen stehen auf dem Wall auf Höhe des Jugendzentrums. Die Modelle für die Weserpromenade finden sich bei der Unterführung an der Kreuzung Minoritenstraße/Bachstraße. Die Sitzbänke für Corvey befinden sich am Weser-Radweg auf Höhe des Corveyer Dampferanlegers.

Vom 27.02.2021 bis zum 14.03.2021 haben die Bürgerinnen und Bürger Zeit, die Sitzbänke zu testen und anschließend auf https://www.landesgartenschau-hoexter.de/voting für ihren jeweiligen Favoriten pro Standort abzustimmen.