icon facebook icon instagram icon mail icon telefon


15.07.2019

Siegerentwurf kommt aus Höxter!

Siegerentwurf kommt aus Höxter! © fiendesign
Der Entwurf der heimischen Grafikdesignerin Barbara Fien, die sich am überregionalen Wettbewerb für das Logo zur Landesgartenschau 2023 beteiligt hat, hat den Zuschlag erhalten. Der florale Entwurf aus Blumen-, Blütenblättern und Wassertropfen, die entlang des Weserbogens das Gelände der Landesgartenschau symbolisieren, sowie der authentisch ostwestfälisch knappe Slogan „Schön hier. Komm gucken“ hat die BürgerInnen, die Jury und den Aufsichtsrat überzeugt.

In einem deutschlandweit einzigartigen Beteiligungsprozess waren am Mittwochabend mehr als 250 interessierte Höxteraner BürgerInnen der Einladung der Landesgartenschau-Geschäftsführung Heinrich Sperling und Claudia Koch gefolgt, um bei der Präsentation der teilnehmenden sechs Agenturen dabei zu sein. Damit schlugen sie nie dagewesene Wege bei der Bürgerschaftsbeteiligung zur Auswahl eines Logos für die Gartenschau ein. Alle BesucherInnen waren aufgefordert, sich zu beteiligen und für ihr Wunschlogo zu votieren. Alle abgegeben Stimmen sollten im weiteren Bewertungsprozess eine wesentliche Rolle spielen.

Aber zunächst fand sich die ExpertInnen-Jury bestehend aus Bürgermeister, Geschäftsführung der LGS gGmbH, ExpertInnen aus Tourismus, Marketing und Wirtschaftsförderung sowie ausgelosten Höxteraner BürgerInnen, MitgliederInnen des Fördervereins, SchülerInnen- und Jugendvertretern am Donnerstagmorgen zur Beratung im Historischen Rathaus ein. Allen war eins klar: Das wird heute keine einfache Aufgabe. Alle sechs Entwürfe waren großartig und mit sehr viel Herz und intensiver Auseinandersetzung mit unserer Stadt entstanden. Dieser Spirit, den die Agenturen mit ihren Arbeiten am Mittwochabend versprüht hatten, war bei allen Jurymitgliedern auch am nachfolgenden Tag noch deutlich zu spüren.

Hier saßen wir nun als Gemeinschaft aus untereinander relativ wenig bekannten bis zum Teil wildfremden Menschen, die zum ersten Mal mehr als vier Stunden intensiv miteinander verbringen, beraten und ein gemeinsames Ergebnis herstellen sollten. Da stand schon die Frage im Raum: Wie soll das bloß gehen, werden wir uns je einigen?

Herr Sperling übernahm die Leitung des Verfahrens und man einigte sich über die Vorgehensweise. Spätestens nach den ersten Diskussionsrunden über die abgegeben Arbeiten war klar, dass es ein spannender Tag mit noch völlig unklarem Ausgang werden würde. In den folgenden Stunden kristallisierten sich dann aber drei Arbeiten raus, die sehr intensiv diskutiert und von den jeweiligen BefürworterInnen mit einer Reihe von Sachargumenten u.a. für die Einzigartigkeit, Einprägsamkeit und Verwendbarkeit verteidigt wurden. Nach fast fünf Stunden stieg dann aber doch weißer Rauch auf und die Jury konnte sich nach intensiver Debatte einstimmig auf ein Design einigen.

Nun stieg wiederrum die Spannung bei der Jury, denn da gab es ja noch zwei weitere Bewertungskriterien: das Publikumsvoting und den Preis. Stimmten Juryurteil und Publikumsvoting überein, fragten sich alle gespannt? Das Ergebnis des Publikums fließt mit 25 Prozent in die Gesamtwertung ein und könnte die Entscheidung der Jury natürlich noch einmal kippen. Mit Spannung wurde die Wahlurne geöffnet und die abgegeben Stimmen ausgezählt.

Die Siegerin des Publikums konnte mehr als die Hälfte der abgegeben Stimmen auf sich vereinen. Ein Seufzer geht durch die Jury, denn sowohl das Publikum als auch die Jury haben sich unabhängig voneinander entschieden für: Designbüro Fien!

Dennoch war die Entscheidung noch lange nicht gefallen. Denn jedes Büro musste einen Preisspiegel für die Begleitung und Erarbeitung verschiedener Produkte für die Corporate Identity abgeben. Die Preise und damit die Wirtschaftlichkeit gingen mit 40 Prozent in die Gesamtbewertung ein.

Und was man am Anfang des Tages kaum für möglich gehalten hatte: Wir alle hatten es gemeinsam geschafft: Wir hatten eine Gesamtsiegerin. Das Desginbüro Fien. Aus der Stadt für die Stadt. Das Schöne: Jeder von uns, auch die mit einem anderen Favoriten am Morgen gestartet waren, waren damit zufrieden und wir hofften alle, dass der Aufsichtssrat dem Votum folgen würde. Was er dann glücklicherweise am Abend tat.

Herzlichen Glückwunsch Frau Fien, herzlichen Glückwunsch Höxter!