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10. Nachwuchs-Wettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen

Green Mix Garden

In der Preisgerichtssitzung am 17. November 2021 wurden die Gewinnergärten aus dem offenen, einstufigen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb gewählt. Der Wettbewerb war an den Nachwuchs der LandschaftsarchitektInnen gerichtet. Die Organisation und Betreuung des Wettbewerbs erfolgte durch den Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Nordrhein-Westfalen e.V. und wurde durch die Landschaftsarchitekten Gasse | Schumacher | Schramm aus Paderborn vertreten. Ausgelobt wurde der Wettbewerb durch die Landesgartenschau Höxter 2023 gGmbH. Wir bedanken und bei allen Mitwirkenden für Ihre Unterstützung und gratulieren den PreisträgerInnen.

1. Preis – DARE BIO-DIVERSITY

Distel, Brennessel und Klette werden in unseren Gärten normalerweise unbamherzig ausgerissen. Die zwei Landschaftsarchitektur-Studentinnen von der Technischen Hochschule OWL in Höxter Lena Louven (Höxter) und Janina Wohlfahrt (Beverungen) geben ausgerechnet diesen sonst verpönten Wildkräutern in ihrem Garten zur Landesgartenschau eine Chance. Der Entwurf soll auf dem Wall in Höxter bis 2023 verwirklicht werden. Kombiniert mit traditionellen Gartenstauden ist der Garten durchzogen von niedrigen Lehmmauern, die das Baumaterial der Höxteraner Fachwerkhäuser aufnehmen. Die Weg im Garten werden mit modernen Stahlgittern belegt, unter denen es auch grünen kann. Der Garten der beiden Studentinnen bietet Lebensraum für Insekten und ist zudem sehr pflegeleicht. Es gibt Bäume und Ruheberieche mit Sitzkissen für die Besucher.

3. Preis – HORTUS REUSUS

Theresa Noeke (Meschede) und Adrian Lichnowski (Hamburg) setzen auf die Wiederverwertung von Materialien, so gibt es in diesem Garten beispielsweise ein Pflanzsubstrat aus recyceltem Klinker (Ziegelbruch), Sitz- und Liegeelemente aus Borkenkäferholz und ein Regenwasserspeicherbeet mit Pumpe zur Bewässerung. Die klare Gestaltung und Aufteilung in vier unterschiedliche Beete ergibt für die Besucher eine gut lesbare und leicht verständliche Erläuterung der komplexen Themen.

3. Preise – ENHANCED NATURE

Das Konzept von Tobias Schlottbom (Raesfeld) sieht vor, dass bestehende Pflanzengesellschaften neu zusammengestellt werden.Er bepflanzt seinen Garten mit zwei für das Weserbergland typischen Vegetationsbildern: dem Erlenbruchwald und der Streuwiese – umgeben von einer dunklen Ligusterhecke. Dazu werden spezielle Pflanzensorten hinzugefügt, die über die gewöhnlichen, in den jeweiligen Pflanzengesellschaften vorkommenden Arten, hinaus einen zusätzlichen gestalterischen Aspekt liefern. Die Klimaverträglichkeit wurde durch die Auswahl von Klimabäumen sichergestellt.

Anerkennung – THEATRUM HORTI

Patrik Putzig (Heidelberg) lädt die GartenschaubesucherInnen mit seinem Beitrag in ein Amphitheater von und für Pflanzen ein, bei denen die Blüh- und Blattfarben kontrastierend aufeinander abgestimmt sind. Zwei ca. 4 Meter tiefe Klammern aus nach innen geneigten Pflanzenflächen erzeugen einen Innenraum in dessen Mitte ein trapezförmiges Holzdeck einen zentralen Aufenthaltsort bildet. Die Besucher betreten nicht nur den Gartenraum, sondern auch gleichzeitig die Bühne und werden damit zum Hauptakteur.

Weitere Beiträge im Rahmen des Wettbewerbs