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11.03.2022

Besuch von Ministerpräsident Hendrik Wüst

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat heute die Baustelle der Landesgartenschau 2023 in Höxter besucht und dort den ersten Großbaum im künftigen Archäologiepark gepflanzt. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat heute die Baustelle der Landesgartenschau 2023 in Höxter besucht und dort den ersten Großbaum im künftigen Archäologiepark gepflanzt. LGS
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Donnerstag den ersten Großbaum auf dem Gelände der Landesgartenschau 2023 in Höxter gepflanzt. Es ist eine Stieleiche, die der Schirmherr des Großevents im künftigen Archäologiepark in die Erde setzte: Als „Zeichen der Hoffnung“, wie Wüst betonte. „Wer einen Baum pflanzt, der glaubt an die Zukunft“, zitierte er Martin Luther. Dieser Satz gelte besonders in einer Zeit, die vom Krieg und einer humanitären Katastrophe in der Ukraine geprägt sei.  Wüst trug sich auch ins Goldene Buch der Stadt Höxter ein.

Der stattliche Baum kam mit Hilfe eines Radladers und eines Bauarbeiters im Weserbogen ins Pflanzloch. Der Ministerpräsident packte persönlich beim Aufrichten des Stamms zu und griff anschließend zum Spaten. Die gewählte Baumart gefiel Wüst gut: „Langsam wachsend, besonders sturmfest“ sei dieser Baum. Insgesamt sollen für die LGS in Höxter 355 Bäume gepflanzt werden, wie Bürgermeister Daniel Hartmann betonte.

Wüst zeigte sich beeindruckt  vom Fortschritt der Bauarbeiten auf dem 31 Hektar großen Gartenschaugelände, das Wall, Weser und die Welterbe-Stätte Westwerk Corvey verbindet. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel LGS in Höxter schon da ist“, sagte der 46-Jährige im Refektorium, dem ehemaligen Speisesaal der Corveyer Mönche. Durch die LGS würden die Stadt Höxter und Corvey durch einen Park verbunden. „Aus bekannten Stärken neue Chancen machen“, nennt das der Ministerpräsident. 

Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin Landesverband Gartenbau NRW, bedankte sich bei Wüst dafür, dass das Land Nordrhein-Westfalen regelmäßig Gartenschauen durchführe – selbst im Corona-Jahr, wo viele Schauen in anderen Bundesländern verschoben worden seien. Eine Landesgartenschau könne eine Stadt wie Höxter ein gutes Stück voranbringen. 

Die Landesgartenschau in Höxter wird von April bis Oktober 2023 stattfinden und soll etwa 400.000 Besucher anlocken. 16.600 Dauerkarten sind bereits verkauft. Höxter will sich dann als Stadt am Wasser und Stadt mit Geschichte präsentieren. Unter den Doppeltürmen des Westwerks aus der Zeit Karls des Großen gedeihen im Remtergarten botanische Raritäten, das Wissen der Mönche lebt mit Heilkräutern und Arzneipflanzen wieder auf. Im nahen Archäologiepark wird eine versunkene mittelalterliche Stadt sichtbar gemacht, die im Jahr 1265 von den Nachbarn aus Höxter zerstört wurde. Hier praktizierte einst der Chirurg von der Weser und führte bereits im Mittelalter Augen-Operationen durch. 

Entlang der Weseraue geht es weiter zur Landschaftsscholle – einem Rast- und Aussichtspunkt hoch über dem breiten Flussstrom. An der Flanier-Promenade reichen Stufen bis hinunter ans Wasser und Treidelpfade verlaufen direkt am Weser-Ufer. Dort steht auch die mit 70 Metern längste Sitzbank NRWs.

Der Wall bildet ein blühendes Band um die Altstadt. Staudenbeete säumen die historische Stadtmauer. Hier können Kinder auf großen Spielplätzen in die Welt des Mittelalters und der Märchen eintauchen. Im Weserbogen wird ein altes Sägewerk zum Abenteuerland mit einem 17 Meter hohen Kletterturm. 

Auf dem weitläufigen Gelände verteilen sich 60 Ausstellungsbeiträge, darunter allein 34 Themen- und Galeriegärten. Insgesamt 20 Millionen Euro werden im Zuge der Landesgartenschau in Höxter investiert – mit erheblicher Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen NRW. Aktuell beginnen auf der Gartenschau-Baustelle Pflanzarbeiten im großen Stil, insgesamt werden weit über 100.000 Stauden, Gräser und Zwiebeln gepflanzt. Auch sonst tut sich viel in der 30.000 Einwohner-Kreisstadt: Die Fußgängerzone und der Bahnhof werden derzeit runderneuert.